In einem fragilen Markt kann selbst eine einzige FUD-lastige Nachricht schnell eine vollständige Kapitulation auslösen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die jüngsten Rückschläge einen großen Teil der HODLer in die Zone nicht realisierter Verluste gedrängt haben.
Allerdings ist es in diesem Zyklus noch schwieriger. Große Institutionen wie BitMine [BMNR] stehen ebenfalls unter Druck, da jüngste Daten unrealisierte Verluste in Höhe von 8 Milliarden US-Dollar belegen – ein Beleg dafür, wie fragil der Markt geworden ist.
Vor diesem Hintergrund Ethereum [ETH] hat am 11. Februar nicht nur eine, sondern gleich zwei pessimistische Schlagzeilen veröffentlicht. Eine solche Kombination würde normalerweise Panikverkäufe auslösen. Und doch blieb ETH zum Zeitpunkt der Drucklegung innerhalb seiner wöchentlichen Konsolidierungsspanne.
Die Wirkung ist noch deutlicher, wenn es sich bei den Schlagzeilen um „einmal im Zyklus“-Typ handelt. Der erste Schlagzeile Dabei gab ein Händler 64 ETH (125,7.000 US-Dollar) an Benzingebühren für eine einzelne Transaktion aus, was die Marktangst schürte.
Mittlerweile ist die zweite Schlagzeile sah, wie ein großer Ethereum-Wal, Machi Big Brother, bei einem ETH-Long-Trade einen massiven Verlust von 72,5 Millionen US-Dollar erlitt. Dieser Handel ließ nur 3,29 Millionen US-Dollar an ETH übrig, wobei der Liquidationspreis auf 1.929 US-Dollar festgelegt wurde.
Zusammengenommen haben diese Ereignisse die FUD rund um Ethereum angeheizt. Die hohen Transaktionskosten gaben Anlass zu Bedenken hinsichtlich einer Netzwerküberlastung. Unterdessen verdeutlichten die Walverluste die Risiken einer Auflösung gehebelter Positionen.
Dennoch blieb die ETH stark. Tägliche Transaktionen blieben rund 2,8 Millionen, mit Gasgebühren unter 0,2 Gwei. Dies wirft die Frage auf: Hat der Markt diese Ereignisse bereits eingepreist, oder absorbieren die Ethereum-Bullen stillschweigend die FUD?
Dämpft ein Angebotsschock Ethereum vor FUD?
In einem volatilen Markt kann sich jedes Anzeichen von Widerstandsfähigkeit schnell in eine Bullenfalle verwandeln.
Die Logik ist einfach: Da Ethereum weiterhin in einer bestimmten Spanne bleibt, gehebelte Liquidität baut auf Schlüsselebenen auf. Wenn diese Widerstandsfähigkeit nicht durch On-Chain-Kennzahlen gestützt wird, könnte jeder plötzliche Ausverkauf kaskadierende Liquidationen auslösen.
Allerdings könnten die ETH-Bullen es einfach klug angehen. Beispielsweise sind die Börsenbestände von Ethereum weiter gesunken, wobei seit dem 11. Februar fast 100.000 ETH von den Börsen entfernt wurden.
Mittlerweile ist die Warteschlange des Ethereum-Validators schien stark auf Einlagen ausgerichtet zu sein, da über 4,1 Millionen ETH darauf warteten, eingesetzt zu werden, was die Eintrittswarteschlange auf ein Allzeithoch trieb. Im Gegensatz dazu waren die Abgänge mit rund 33.000 bescheiden.
Zusammengenommen deuten sinkende Börsensalden, starke Netzwerkaktivität und hohe Einsatzvolumina darauf hin, dass die Widerstandsfähigkeit von Ethereum gegenüber Markt-FUD nicht zufällig ist. Stattdessen wird es durch solide Fundamentaldaten gestützt.
Wenn dieser Trend anhält, könnte die Konsolidierung der ETH zu einem lehrbuchmäßigen Ausbruch führen. Dies würde strategischen Anlegern eine überzeugende Gelegenheit bieten, „bei Kursrückgängen zu kaufen“, da die Überzeugung die Angst überwiegt.
Letzte Gedanken
- Hohe Gasgebühren, Walverluste und pessimistische Schlagzeilen konnten den Preis von Ethereum nicht unter seine wichtigste Unterstützung drücken.
- Sinkende Devisensalden, hohe Zuflüsse bei Einsätzen und bescheidene Abgänge deuteten auf eine starke Kaufgelegenheit bei Dips hin.


