Investing.com – Barclays aktualisierte seine Ratings für europäische Logistikunternehmen und argumentierte, dass eine Wiedereröffnung der Handelsroute am Roten Meer angesichts der anhaltenden regionalen Instabilität in naher Zukunft unwahrscheinlich erscheint.
Der Broker stufte AP Moller-Maersk von „Untergewicht“ auf „Equal Weight“ hoch und behielt gleichzeitig das relative „Underweight“-Rating für Kühne + Nagel bei. Analysten sagten, dass das aktuelle geopolitische Umfeld und Sicherheitsbedenken eine Rückkehr zu normalen Schifffahrtsrouten durch den Suezkanal immer unwahrscheinlicher machen.
„Wir halten eine Wiedereröffnung des Roten Meeres kurzfristig für unwahrscheinlich – und rüsten Maersk auf Equal Weight auf“, schrieben Analysten unter der Leitung von Marco Limite und stellten fest, dass „ein vollständiges und nachhaltiges Maß an Sicherheit und Stabilität erforderlich ist, damit der Suezkanal den normalen Betrieb wieder aufnehmen kann.“
Sie argumentierten auch, dass Containerschiffe kaum einen Anreiz hätten, ins Rote Meer zurückzukehren, selbst wenn sich die Bedingungen verbesserten. Die jüngste Eskalation der regionalen Spannungen habe „eine nicht verhandelbare Sicherheitsbarriere“ geschaffen und die Möglichkeit einer schnellen Rückkehr zu früheren Schifffahrtsmustern ausgeschlossen, fügten die Analysten hinzu.
Barclays erhöhte seine EBITDA-Prognose für Maersk im Jahr 2026 auf etwa 8,5 Milliarden US-Dollar und liegt damit über der Prognosespanne des Unternehmens von 4,5 bis 7 Milliarden US-Dollar. Es hieß, dies spiegele ein Szenario wider, in dem das Rote Meer bis 2026 geschlossen bleibe, was zu höheren Frachtraten als bisher erwartet führen würde.
Die Gewinne von Maersk reagieren weiterhin stark auf Bewegungen der Frachtraten. Barclays schätzt, dass eine Erhöhung der Raten um 100 US-Dollar das EBITDA um etwa 1,3 Milliarden US-Dollar steigern könnte.
Unterdessen bleibt die Bank gegenüber Kühne + Nagel vorsichtig und erklärt, dass das Unternehmen nicht als klarer Nutznießer der aktuellen Störungen in der globalen Schifffahrt hervorstehe. Die Analysten sagten, das Unternehmen erfülle „alle Kriterien, aber keines davon gut“ und argumentierten, es sei weniger anfällig für Störungen im Seefrachtverkehr als Maersk und weniger anfällig für Luftfrachtschwankungen als DHL.
„Obwohl KNIN in allen wichtigen Sektorthemen engagiert ist, sehen wir es bei keinem davon als relativen Gewinner – daher stufen wir es in unserem relativen Bewertungssystem als „Untergewichtet“ ein“, sagten die Analysten.

