Die anhaltende Schwäche von Ethereum hat wichtige On-Chain-Bewertungskennzahlen in einen Bereich verschoben, der historisch mit großen Markttiefs verbunden war. Dies hat Analysten dazu veranlasst, darüber zu diskutieren, ob ETH sich einem langfristigen Wendepunkt nähert oder ob noch weitere Abwärtsbewegungen bevorstehen.
Zusammenfassung
- Die Debatten über Preisvorhersagen für Ethereum nehmen zu, da die MVRV-Kennzahlen zeigen, dass der ETH-Handel auf einem Niveau liegt, das historisch mit großen Markttiefs verbunden war.
- Der Analyst Michaël van de Poppe sagt, Ethereum scheine stark unterbewertet zu sein und verweist auf Ähnlichkeiten mit vergangenen Crash-Perioden, die später zu starken Erholungen führten.
- Der On-Chain-Analyst Jao Wedson warnt davor, dass die Kapitulation zwar im Gange ist, historische Daten jedoch darauf hindeuten, dass noch weitere Abwärtsbewegungen möglich sind, bevor sich ein endgültiger Tiefpunkt bildet.
Die Preisprognose für Ethereum wird durch starke Unterbewertungssignale gestützt
Zum Zeitpunkt der Drucklegung ist Ethereum (ETH) wird bei rund 2.000 US-Dollar gehandelt, nachdem es ihm aufgrund des Marktrückgangs nicht gelungen ist, sich über 2.100 US-Dollar zu halten.
Das argumentiert der Krypto-Analyst Michaël van de Poppe Ethereum wird mit einem erheblichen Abschlag auf seinen „fairen Wert“ gehandelt, wobei das Verhältnis von Marktwert zu realisiertem Wert (MVRV) als zentraler Indikator herangezogen wird.
Laut van de Poppe ist die aktuelle Bewertung von ETH vergleichbar mit Zeiträumen, die sich später als außergewöhnliche langfristige Kaufgelegenheiten erwiesen.
Er verwies auf vier historische Momente, in denen Ethereum ähnliche MVRV-Bedingungen aufwies: den COVID-Crash im März 2020, den Tiefpunkt des Bärenmarktes im Dezember 2018, die Kapitulation im Juni 2022 nach dem Zusammenbruch von Terra-Luna und den Marktcrash im April 2025.
In jedem Fall war ETH stark unterbewertet, bevor es zu einer deutlichen Erholung kam.
Aus dieser Perspektive geht van de Poppe davon aus, dass Ethereum möglicherweise wieder in der Nähe von Niveaus gehandelt wird, die in der Vergangenheit die späteren Phasen von Bärenmärkten markiert haben.
Allerdings mahnt der On-Chain-Analyst Jao Wedson zur Vorsicht. Er weist darauf hin, dass der MVRV Z-Score von Ethereum in die Kapitulationszone eingetreten ist und sein jüngstes Tief bei -0,42 liegt.
Dies bestätigt zwar den erheblichen Marktstress, liegt jedoch immer noch über den extremen Tiefstständen, die bei endgültigen Tiefstständen zu beobachten waren, wie z. B. -0,76 im Dezember 2018.
Wedson betonte, dass Kapitulation typischerweise ein Prozess und kein einzelnes Ereignis sei. Vergangene Markttiefs waren oft mit mehreren gescheiterten Erholungen und längerer Volatilität verbunden, bevor ein klarer struktureller Tiefpunkt erreicht wurde, was darauf hindeutet Ethereum könnte immer noch Turbulenzen ausgesetzt sein voraus.
On-Chain-Beweise lassen die unterste Frage offen
Zusammengenommen stellen die Daten ein gemischtes, aber überzeugendes Bild dar. Bewertungskennzahlen deuten darauf hin, dass Ethereum im Vergleich zu vergangenen Zyklen historisch günstig ist, was die Annahme stützt, dass ETH sich einem langfristigen Tiefpunkt nähern könnte.
Gleichzeitig zeigen Kapitulationsindikatoren, dass der Markt noch nicht das extreme Erschöpfungsniveau erreicht hat, das bei Tiefstständen früherer Zyklen zu beobachten war.
Vorerst ist die Vorhersage des Ethereum-Preises bleibt gut ausbalanciert, wobei die On-Chain-Daten auf wachsende Chancen hinweisen, warnen aber auch davor, dass noch Geduld erforderlich sein könnte, bevor ein endgültiger Tiefpunkt bestätigt wird.

