W&T Offshore (WTI) nutzte seinen neuesten Gewinnbericht, um den Anlegern eine stabilere Version der Small-Cap-Offshore-Ölgeschichte zu zeigen. Die Produktion stieg in jedem Quartal des Jahres 2025, die Produktion im vierten Quartal erreichte 36,2 Tausend Barrel Öläquivalent pro Tag (MBoe/d), das bereinigte EBITDA für das Jahr belief sich auf 129,6 Millionen US-Dollar und die Barmittel zum Jahresende stiegen auf 140,6 Millionen US-Dollar. Die Nettoverschuldung sank von 284,2 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 210,3 Millionen US-Dollar, was dem Management mehr Flexibilität verschafft als bis zum Jahr 2025.
Dieser Bilanzfortschritt ist wichtig, da W&T nicht mit einem großen Bohrprogramm in das Jahr 2026 startet. Das Management setzt immer noch auf Überarbeitungen, Neuvervollständigungen und Akquisitionen statt auf aggressive Ausgaben für neue Bohrlöcher. Das Unternehmen gab an, dass sich die Investitionsausgaben im Jahr 2025 auf insgesamt 54,8 Millionen US-Dollar beliefen und damit unter dem unteren Ende der Prognose lagen, und dass die Investitionsausgaben im Jahr 2026 voraussichtlich nur 19,5 bis 24,5 Millionen US-Dollar betragen werden. Mit anderen Worten: Die operative Entwicklung verbessert sich, aber die Wachstumsgeschichte hängt immer noch stark davon ab, wie W&T von hier aus die Mittel zuweist.
Die Produktion stieg und die Kosten blieben stabil
Die Betriebsgewinne von W&T im Jahr 2025 waren real. Die Gesamtjahresproduktion betrug durchschnittlich 34,0 MBoe/Tag, ein Anstieg gegenüber 30,8 MBoe/Tag im Jahr 2024, und die Produktion im vierten Quartal lag 13 % über dem Vorjahreszeitraum. Die Leasing-Betriebskosten beliefen sich im vierten Quartal auf 22,40 US-Dollar pro Barrel Öläquivalent, ein Rückgang gegenüber 23,27 US-Dollar im dritten Quartal. Das Unternehmen hob auch sein Alternativroutenprojekt West Delta 73 hervor und sagte, dass Ausgaben in Höhe von etwa 19,8 Millionen US-Dollar ab dem ersten Quartal 2026 einen nicht diskontierten zusätzlichen Cashflow von mehr als 60 Millionen US-Dollar freisetzen und die Transportkosten um mehr als 5,75 US-Dollar pro Barrel senken dürften.
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Ein solches Projekt passt zum aktuellen Ansatz von W&T. Das Unternehmen versucht, bessere Margen aus bestehenden Vermögenswerten und zuvor erworbenen Feldern zu erzielen, anstatt Wachstum durch ein höheres Bohrbudget zu verfolgen. Das Management teilte außerdem mit, dass es die mit der Cox-Übernahme verbundenen Produktionsverbesserungen und Anlagenarbeiten abgeschlossen habe, was dazu beitrage, die im Dezember verzeichnete höhere Ausstiegsrate zu unterstützen.
W&T in Zahlen
- Unabhängiger Öl- und Gasproduzent mit Schwerpunkt Offshore im Golf von Amerika
- Arbeitsbeteiligungen an 50 Feldern (Stand: 30. September 2025), davon 43 in Bundesgewässern und sieben in Landesgewässern
- Ungefähr 624.700 Brutto-Acres sind verpachtet, einschließlich Schelf-, Tiefwasser- und Alabama-Staatswasserflächen
- Zum Jahresende 2025 wurden nachgewiesene Reserven von 121,0 Millionen Barrel Öläquivalent mit einem PV-10 von etwa 1,1 Milliarden US-Dollar nachgewiesen
Die Bilanz gibt dem Management mehr Spielraum
Die finanzielle Seite des Berichts ist möglicherweise wichtiger als die Schlagzeile der Produktion. W&T gab an, dass sich die Gesamtverschuldung zum Jahresende 2025 auf 350,8 Millionen US-Dollar belief, ein Rückgang gegenüber 393,2 Millionen US-Dollar im Vorjahr, während die Barmittel um 31,6 Millionen US-Dollar stiegen. Im Januar 2026 begab das Unternehmen außerdem neue Second-Lien-Schuldverschreibungen mit einem Zinssatz von 11,75 % und einer Laufzeit von 2029 im Wert von 350 Millionen US-Dollar und sicherte sich eine neue revolvierende Kreditfazilität mit Fälligkeit im Juli 2028. Nach Angaben des Steps-Managements konnten die Zinskosten um 100 Basispunkte gesenkt und verbessert werden Liquidität.
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Die Renditen für die Aktionäre bleiben begrenzt, obwohl das Management sie aufrechterhalten hat. W&T erklärte im März eine weitere vierteljährliche Dividende von 0,01 US-Dollar pro Aktie und markierte damit die neunte vierteljährliche Bardividende in Folge seit Ende 2023. Diese Ausschüttung ist gering, stärkt aber die Finanzdisziplin des Unternehmens, während es Liquidität aufbaut und Akquisitionen vorantreibt.
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Worauf Anleger als nächstes achten sollten
Das Setup von W&T für 2026 ist unkompliziert. Das Unternehmen verfügt über mehr Liquidität, eine geringere Nettoverschuldung und eine Reservebasis, die dem Management immer noch Spielraum für Geschäfte lässt. Außerdem heißt es, dass die vorgeschlagenen bundesstaatlichen Änderungen an den Regeln zur finanziellen Absicherung von Offshore-Stilllegungen künftige Bürgschafts- und Versicherungsbelastungen in der gesamten Golfregion verringern und möglicherweise mehr Kapital für Betreiber wie W&T freisetzen könnten.
Die Hauptrisiken bleiben bekannt. Die Rohstoffpreise sind in stärkeren Phasen gesunken, das Wetter hat bereits Anfang 2026 zu vorübergehenden Offshore-Ausfällen geführt und es wird erwartet, dass die Kosten für Verstopfungen und Stilllegungen in diesem Jahr hoch ausfallen werden. W&T plant derzeit auch nicht, schnelleres Wachstum anzustreben.
Damit ist die Aktie an eine einfachere Frage gebunden: ob das Management stärker werden kann Bilanz und stabile Produktionsbasis in wertsteigernde Akquisitionen und einen besseren Cashflow im Laufe der Zeit umwandeln.
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