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Es ist fast unglaublich, aber Diageo (LSE:DGE) Aktien sind in den letzten 10 Jahren nirgendwo hingegangen. Von Oktober 2015 bis heute ist der Aktienkurs flacher als ein Pint, der über Nacht weggelassen wurde.
Zugegeben, im Laufe der Zeit gab es steigende Dividenden. Aber selbst diese können nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies der Fall ist FTSE 100 Die Aktie hat sich zu einer ernsthaft enttäuschenden Investition entwickelt.
Seit Anfang 2022 ist es um 55 % gesunken!
Dennoch ist der Markt dafür bekannt, Aktien zu überverkaufen und sie eifrig in die Höhe zu treiben. Schauen wir genauer hin, ob der Pessimismus vielleicht zu weit gegangen ist.
Tonnenweise Unsicherheit
Um die Sachlage zu verstehen, muss ich wissen, was den Anlegern Sorgen bereitet. Und das ist problematisch, denn es scheint mehrere Probleme zu geben, die von schwachen Verbraucherausgaben und weniger Alkohol bei jüngeren Menschen bis hin zum Anstieg von GLP-1-Medikamenten zur Gewichtsreduktion reichen, die das Verlangen nach Alkohol unterdrücken.
Darüber hinaus gibt es unternehmensspezifische Probleme, einschließlich des Fehlens eines ständigen CEO und Bilanz Anliegen. Ersteres ist problematisch, da es (noch) keinen überzeugenden Turnaround-Plan gibt. Diageo hat sich verpflichtet, die Kosten über einen Zeitraum von drei Jahren um 625 Millionen US-Dollar zu senken. Wir wissen jedoch nicht, ob es zu größeren Umstrukturierungen kommen wird.
Wird Diageo beispielsweise sein Portfolio anpassen und sein alkoholfreies Angebot verstärken? Wird es das immer beliebter werdende Spin-Off sein? Guinness Marke zur Erschließung von Shareholder Value? Wir wissen es einfach nicht.
Die Bilanzfrage bezieht sich auf die Nettoverschuldung des Unternehmens. Dieser belief sich Ende Juni auf 21,5 Milliarden US-Dollar, was im Vergleich zu Diageos 41 Milliarden Pfund (54 Milliarden US-Dollar) ziemlich umfangreich aussieht. Marktkapitalisierung.
In meinen Augen scheinen die meisten dieser dunklen Wolken anzuhalten. Die Inflation bleibt hoch und setzt viele Verbraucher finanziell unter Druck. Und sei es aus diesem Grund oder aus gesundheitlichen Gründen (oder aus beidem): Es gibt einen Anstieg des gemäßigteren Alkoholkonsums bei jüngeren Menschen.
Unterdessen befinden sich GLP-1-Medikamente noch in den Anfängen ihrer weltweiten Einführung. Da in den nächsten zehn Jahren Dutzende Millionen Menschen mit der Einnahme dieser Behandlungen beginnen werden, ist es möglich, dass die Gesamtmenge an Alkohol ähnlich wie bei Zigaretten langsam zurückgehen wird.
Wertvolle Vermögenswerte
Der naheliegendste Weg zur Schuldenreduzierung wäre der Verkauf oder die Ausgliederung von Vermögenswerten. Wann Bloomberg berichtete im Januar, dass Diageo diese Option in Betracht zieht Guinnessder Aktienkurs stieg um mehr als 6 %. Als das Unternehmen dies jedoch bestritt, fiel die Aktie zurück und rutschte seitdem weiter ab.
Diageo besitzt außerdem einen Anteil von 34 % an Moët Hennessy. Im Januar hieß es aber, man wolle auch daran festhalten. Vielleicht wird ein neuer ständiger CEO dies noch einmal aufgreifen.
Aktuelle Broker-Prognosen
Wenn wir uns die Bewertung ansehen, können wir sehen, dass die Anleger unglaublich pessimistisch sind. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis beträgt nun weniger als 14.
Selbst das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel der Analysten liegt bei 2.307 Pence. Das sind 26,5 % über dem aktuellen Preis von 1.823 Pence.
Rechnet man die prognostizierte Dividendenrendite von 4,3 % mit ein, deutet dies darauf hin, dass aus einer Investition von 10.000 £ bis Ende 2026 mehr als 13.000 £ werden könnten.
Um es klar auszudrücken: Ich schlage einem Anleger nicht vor, sich ausschließlich auf die Prognosen der Broker zu verlassen (sie könnten sich als spektakulär falsch erweisen). Aber es scheint hier im Moment durchaus ein gutes Angebot zu geben. Der Verkauf kommt mir übertrieben vor.
Daher denke ich, dass ein Investor Diageo genauer untersuchen möchte.

