Bitcoin-Futures pendeln Mitte Februar 2026 in der Nähe von 68.800 US-Dollar und versuchen sich nach einem starken Rückgang nach dem Anstieg über 110.000 US-Dollar im letzten Jahr zu stabilisieren. Gleichzeitig werden Ethereum-Futures bei etwa 2.050 US-Dollar gehandelt, fast 50 % unter ihren vorherigen Höchstständen über 4.000 US-Dollar. Während sich die Kryptowährungen „zu halten“ scheinen, ist der allgemeine Hintergrund eine komplexere Geschichte.
Nasdaq-Futures, die während der Expansionsphase Ende 2025 über 26.000 kletterten, haben sich deutlich abgekühlt und werden nun näher an der 24.800-Region gehandelt. Der Index liefert keine klare Aufwärtsdynamik mehr und die letzten Wochen zeigen eher ein Rotationsverhalten als eine nachhaltige Expansion. Diese Verschiebung des makroökonomischen Tons ist wichtig, da die jüngste Stabilisierung von Krypto in einem schwächeren Risikoumfeld stattfindet.
Die entscheidende Frage für Anleger ist derzeit, ob die Konsolidierung von Bitcoin in der Nähe von 68.000 US-Dollar eine frühe Akkumulation darstellt oder einfach nur eine Pause innerhalb einer breiteren Vertriebsphase darstellt. Das tiefere Retracement von Ethereum und die schwächere relative Struktur sorgen für eine weitere Vorsichtsmaßnahme. Wenn man die anlagenübergreifende Positionierung zusammen und nicht isoliert betrachtet, ist die Botschaft klar: Krypto steht noch nicht an der Spitze des nächsten Risikozyklus.
Nasdaq-Futures: Abkühlende Dynamik ohne Kapitulation
Der breitere makroökonomische Hintergrund ist hier von entscheidender Bedeutung.
Seit ihrem Höchststand von über 26.000 Ende 2025 sind die Nasdaq-Futures um etwa 5–7 Prozent zurückgegangen. Das hört sich vielleicht nicht dramatisch an, aber die innere Struktur hat sich verschoben. Aufwärtsversuche in den letzten Wochen erforderten mehr Aufwand und führten zu weniger Erfolg. Im Gegensatz dazu haben Abwärtswochen zu einer klareren Richtungsbewegung geführt.
Dies ist wichtig, da Krypto nicht isoliert funktioniert. Wenn Aktien in eine Rotations- oder Abkühlungsphase eintreten, benötigen Vermögenswerte mit hohem Beta in der Regel eine starke unabhängige Führung, um eine Outperformance zu erzielen. Diese Führung fehlt derzeit.
Wichtig ist, dass dies keine Panikumgebung ist. Es gibt keine Hinweise auf eine Zwangsliquidation aller Aktien. Stattdessen hat sich die Beteiligung abgekühlt. Dieser subtile Unterschied verändert die Wahrscheinlichkeit dessen, was als nächstes kommt.
Die Rotation führt tendenziell zu unruhigen Rallyes und nicht zu anhaltenden Ausbrüchen.
Bitcoin: Stabilisierung nach einem 37 %-Reset
Der Anstieg von Bitcoin von über 110.000 US-Dollar auf den aktuellen Bereich von 68.800 US-Dollar bedeutet einen Rückgang um rund 37 Prozent. Historisch gesehen hat Bitcoin in größeren Zyklen ähnliche Rückschläge erlebt, aber was diese Phase bemerkenswert macht, ist die Art der Erholung.
In den letzten Wochen:
-
Die Absprungversuche waren eher moderat als explosiv.
-
Der Preis hat frühere Einbruchszonen oberhalb von 75.000 bis 80.000 US-Dollar nicht zurückerobert.
-
Den Aufwärtsbewegungen fehlte eine nachhaltige Fortsetzung.
Das wichtigste strukturelle Detail, das viele übersehen, ist Folgendes: Stabilisierung allein ist nicht gleichbedeutend mit Akkumulation.
Echte Akkumulationsphasen zeigen tendenziell eine zunehmende Beteiligung bei gleichzeitig steigender Effizienz. Was wir derzeit beobachten, ist eine Kompression – Preishaltung, aber keine aggressive Rückgewinnung verlorenen Bodens.
Diese Unterscheidung könnte darüber entscheiden, ob Bitcoin in den kommenden Monaten eine Basis bildet oder im Einklang mit einer breiteren makroökonomischen Schwäche nach unten tendiert.
Ethereum: Der Rückgang um 50 % erzählt eine andere Geschichte
Die Situation von Ethereum ist fragiler.
Von Höchstständen über 4.000 US-Dollar bis zu aktuellen Werten nahe 2.050 US-Dollar ist ETH um fast 50 Prozent gefallen. Dieses Ausmaß des Rückgangs übersteigt das Retracement von Bitcoin und stärkt die Rolle von Ethereum als Komponente des Kryptokomplexes mit höherem Beta.
Noch wichtiger ist, dass Ethereum in dieser Stabilisierungsphase keine relative Führungsrolle bewiesen hat.
In den letzten Wochen:
-
ETH hat bei Erholungsversuchen schlechter abgeschnitten als Bitcoin.
-
Aufwärtsbewegungen sind unterhalb des vorherigen strukturellen Widerstands ins Stocken geraten.
-
Der Vermögenswert bleibt näher am Durchbruchsgebiet als am Ausbruchsgebiet.
Bei dieser relativen Schwäche handelt es sich um neue Informationen, die oft unbemerkt bleiben. Während sich die Schlagzeilen auf „Krypto-Besitz“ konzentrieren, zeigt die interne Hierarchie, dass Ethereum als Druckpunkt fungiert.
Wenn Ethereum in Stabilisierungsphasen schlechter abschneidet als Bitcoin, deutet dies historisch gesehen eher auf Vorsicht als auf eine bevorstehende Aufwärtsbeschleunigung hin.
Relative-Stärke-Hierarchie: Das verborgene Signal des Marktes
Wenn wir die Vermögenswerte nach struktureller Stärke ordnen, Stand Februar 2026:
-
Nasdaq-Futures – Abkühlung, aber strukturell intakt
-
Bitcoin-Futures – stabilisierend, aber nicht führend
-
Ethereum-Futures – am schwächsten und am fragilsten
Dieses Ranking basiert nicht nur auf dem Preis. Es spiegelt die Richtungseffizienz, die Wiederherstellungsqualität und die relative Leistung über mehrere Zeiträume hinweg wider.
Das Fehlen eines Anführers ist die entscheidende Erkenntnis.
In stark risikofreudigen Umgebungen hat ein Vermögenswert in der Regel die entscheidende Nase vorn. Das passiert im Moment nicht. Stattdessen sehen wir eine synchronisierte Stabilisierung innerhalb eines sich abkühlenden Makroregimes.
Diese Kombination verringert die Wahrscheinlichkeit einer unmittelbaren Aufwärtsbeschleunigung.
Ether schwächer als Bitcoin
Was würde die Erzählung verändern?
Damit sich die Stimmung sinnvoll ändert:
-
Nasdaq-Futures müssten wieder eine nachhaltige Aufwärtsdynamik erlangen und sich über den jüngsten Konsolidierungsniveaus halten.
-
Mit Nachfolgemaßnahmen müsste Bitcoin den Bereich von 75.000 bis 80.000 US-Dollar zurückerobern.
-
Ethereum müsste Bitcoin auf wöchentlicher Basis übertreffen und darf sich nicht nur mit ihm erholen.
Bis diese Entwicklungen eintreten, könnten Rallyes eher Rotationserholungen als bestätigte Trendumkehr darstellen.
Warum sich diese Phase von früheren Kryptokorrekturen unterscheidet
In früheren Zyklen hat sich Bitcoin an kritischen Wendepunkten oft von Aktien abgekoppelt. Anfang 2026 ist diese Entkopplung noch nicht eingetreten.
Stattdessen:
-
Krypto stabilisiert sich innerhalb eines abkühlenden Makroregimes.
-
Ethereum zeigt eine unverhältnismäßige Schwäche.
-
Bitcoin verhält sich eher defensiv als aggressiv.
Dies deutet darauf hin, dass das aktuelle Umfeld nicht von einer panischen Liquidation, aber auch nicht von einer erneuten Expansion geprägt ist.
Es ist eine Übergangszeit.
Übergangsmärkte erfordern Geduld.
Abschließender Ausblick: Rotation vor Expansion
Stand Mitte Februar 2026:
-
Bitcoin bleibt nach einem großen Reset bei etwa 68.800 US-Dollar.
-
Ethereum wird bei etwa 2.050 US-Dollar gehandelt, was einem Rückgang von fast 50 Prozent gegenüber den Höchstständen entspricht.
-
Nasdaq-Futures bleiben unter früheren Höchstständen, was eine makroökonomische Abkühlung widerspiegelt.
Die Daten bestätigen noch nicht die Akkumulation in allen Kryptowährungen. Stattdessen deutet es auf eine Stabilisierung innerhalb einer breiteren Rotationsphase hin.
Für Anleger bedeutet das, die relative Stärke und Führung zu überwachen und nicht nur Preissprünge.
Für Händler bedeutet dies, zu erkennen, dass sich in Abkühlungsphasen die Aufwärtsbewegung bewähren muss.
Der nächste große Schritt wird wahrscheinlich damit beginnen, dass ein Vermögenswert diese Hierarchie durchbricht, nicht indem er abspringt, sondern indem er die Führung übernimmt.
Bis dahin bleibt der Kryptomarkt im Reset-Modus und nicht im Expansionsmodus.

