Bitcoin ist unter die 83.000-Dollar-Marke gerutscht, da der Verkaufsdruck weiterhin die globalen Märkte dominiert und eine Korrektur fortsetzt, die parallel zu den allgemeineren Risikoscheu-Bedingungen stattgefunden hat. Die Schwäche bei Aktien und Rohstoffen hat die Anlegerstimmung belastet, und Bitcoin war von diesem Umfeld nicht immun. Angesichts der erhöhten Volatilität und der geringeren Liquidität werden die Marktteilnehmer immer vorsichtiger, und mehrere Analysten weisen nun auf die Möglichkeit eines tieferen Rückzugs in Richtung niedrigerer Nachfragezonen hin, bevor es zu einer nennenswerten Stabilisierung kommen kann.
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Über die Preisbewegung hinaus deuten On-Chain-Daten darauf hin, dass das Bitcoin-Netzwerk selbst in eine Phase ungewöhnlich geringer Aktivität eintritt. Die Transaktionsnachfrage hat sich abgekühlt und die Generierung von Miner-Gebühren bleibt gedämpft, was auf eine begrenzte Dringlichkeit für Blockspace hindeutet. Dieser „ruhige“ Zustand spiegelt einen Markt wider, in dem das spekulative Interesse nachgelassen hat und die organische Nutzung gedämpft ist, eine Kombination, die häufig eher in Korrektur- oder Übergangsphasen als in starken Aufwärtstrends auftritt.
Gleichzeitig deutet das Fehlen eines aggressiven Verkaufsdrucks in der Kette darauf hin, dass die Abwärtsbewegung nicht durch Panik, sondern durch anhaltende Verteilung und verringerte Beteiligung getrieben wird. Dies schafft ein Umfeld, in dem der Preis mit relativ geringem Widerstand nach unten driften kann.
Während Bitcoin nach seinem nächsten Unterstützungsbereich sucht, werden die kommenden Sitzungen entscheidend dafür sein, ob sich die aktuelle Schwäche zu einer tieferen Korrektur entwickelt oder eine solche bildet Stiftung für eine dauerhaftere Basis, sobald sich Aktivität und Nachfrage zu erholen beginnen.
Ein Analyse von Onchain Mind hebt eine wichtige Kennzahl zur Beurteilung der zugrunde liegenden Gesundheit des Bitcoin-Netzwerks hervor: das Verhältnis von Miner-Gebühren zu Block-Subventionen. Dieser Indikator misst, wie viel der Einnahmen der Bergleute aus Transaktionsgebühren im Vergleich zur festen Blockbelohnung stammen, und ist somit ein direkter Indikator für die organische Nachfrage nach Blockraum. Wenn Benutzer um die Einbindung von Transaktionen in Blöcke konkurrieren, steigen die Gebühren und dieses Verhältnis erhöht sich. Wenn die Aktivität nachlässt, verringert sich das Verhältnis.
Seit Juli liegt diese Kennzahl weiterhin unter 1 %, was auf eine starke und anhaltende Abkühlung der Netzwerknutzung hinweist. Dies steht in krassem Gegensatz zu den Bedingungen im vergangenen Mai, als die Quote in Zeiten erhöhter On-Chain-Aktivitäten und spekulativer Nachfrage auf über 15 % stieg. Zu dieser Zeit spiegelten die erhöhten Gebühren einen starken Wettbewerb um Blockraum und ein Netzwerk wider, das nahezu ausgelastet war.
Das aktuelle Umfeld erzählt eine ganz andere Geschichte. Der anhaltend niedrige Gebührenbeitrag deutet darauf hin, dass die Dringlichkeit von Transaktionen weitgehend verschwunden ist und die Nutzer kaum bereit sind, höhere Gebühren für die Abwicklung zu zahlen. In der Vergangenheit wurden solch längere Perioden verhaltenen Gebührendrucks mit Bärenmarktphasen in Verbindung gebracht, in denen die Beteiligung zurückging und es zu Verträgen über Aktivitäten in der Kette kam.
Angesichts der Dominanz der Blocksubvention bei den Einnahmen bedeutet dies keinen unmittelbaren Stress für die Bergleute. Es unterstreicht jedoch eine allgemeine Verlangsamung des Netzwerkengagements und bestärkt die Ansicht, dass sich Bitcoin derzeit in einer defensiven Phase geringer Nachfrage und nicht in einer wachstumsgetriebenen Phase befindet.
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Die Preisentwicklung von Bitcoin spiegelt weiterhin einen Markt wider, der unter anhaltendem Druck steht. BTC wird nun in der Nähe der 83.000-Dollar-Marke gehandelt, nachdem es ihm nicht gelungen ist, die jüngsten Konsolidierungstiefs zu halten. Die Grafik zeigt eine klare Abfolge niedrigerer Hochs und niedrigerer Tiefs seit dem November-Höchststand. Dies bestätigt, dass die breitere Struktur eher bärisch als korrigierend bleibt.

Der Preis liegt deutlich unter den gleitenden 50-Tage- und 100-Tage-Durchschnitten, die beide nach unten tendieren und als dynamischer Widerstand wirken, während der gleitende 200-Tage-Durchschnitt deutlich über dem aktuellen Niveau bleibt, was den Verlust der langfristigen Trendunterstützung verstärkt.
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Der jüngste Einbruch unter die Zone von 85.000 bis 84.000 US-Dollar ist technisch bedeutsam. Dieses Gebiet hatte zuvor im Dezember und Anfang Januar als kurzfristiger Stützpunkt gedient. Aber das Versäumnis, es zu verteidigen, deutet darauf hin, dass die Käufer nicht länger bereit sind, das Angebot auf diesem Niveau aufzunehmen. Volumenspitzen, die mit dem jüngsten Ausverkauf einhergehen, deuten eher auf eine Verteilung als auf eine Kapitulation hin und deuten auf einen anhaltenden, geordneten Verkaufsdruck hin.
Der Markt geht in eine Preisfindungsphase in Richtung Zonen mit geringerer Nachfrage über. Wenn die Abwärtsdynamik anhält, liegen die nächsten interessanten Bereiche in der Nähe der psychologischen Marke von 80.000 US-Dollar. Gefolgt von einer tieferen Unterstützung näher am Tiefstwert von 70.000 US-Dollar, wo die vorherige Konsolidierung Mitte 2024 stattfand.
Ausgewähltes Bild von ChatGPT, Diagramm von TradingView.com

