Wichtige Erkenntnisse:
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Wirtschaftliche Unsicherheit, ein verspäteter Stellenbericht und eine Schwäche auf dem Immobilienmarkt führen dazu, dass Händler sich von Bitcoin zurückziehen.
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Profi-Händlern entstehen hohe Kosten, um sich vor Bitcoin-Preisrückgängen zu schützen, während in China Stablecoins mit einem Abschlag verkauft werden, um aus dem Kryptomarkt auszusteigen.
Bitcoin (BTC) musste einen Rückgang um 2.650 $ hinnehmen, nachdem es ihm am Montag nicht gelungen war, die Marke von 92.250 $ zu durchbrechen. Der Schritt folgte auf eine Trendwende am US-Aktienmarkt vor dem Hintergrund der Unsicherheit über die Lage auf dem Arbeitsmarkt und wachsender Unruhe überzogene Bewertungen in Investitionen in künstliche Intelligenz.
Händler warten nun auf die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch, aber die Chancen einer schnellen Erholung auf 100.000 US-Dollar hängen von der Risikowahrnehmung ab.
Die monatliche Bitcoin-Futures-Prämie im Vergleich zu den Spotpreisen (Basiszinssatz) blieb in den letzten zwei Wochen unter der neutralen Schwelle von 5 %. Die schwache Nachfrage nach bullischer Hebelwirkung spiegelt den Rückgang von Bitcoin um 28 % seit seinem Allzeithoch im Oktober wider. Dennoch haben auch Sorgen über das globale Wirtschaftswachstum die Stimmung beeinflusst.
Offizielle Daten der US-Regierung zu Beschäftigung und Inflation verzögerten sich aufgrund der 43-tägigen Finanzierungssperre, die im November endete, was zu einer geringeren Transparenz der wirtschaftlichen Lage führte. Infolgedessen liegt der Konsens bei etwa 0,25 %. Zinssenkung Die Zahlen im Dezember reichten nicht aus, um Optimismus zu wecken, insbesondere nachdem ein privater Stellenbericht im November 71.321 Entlassungen aufwies.
Zusätzlicher Druck kam nach Redfin vom US-Immobilienmarkt Daten zeigte, dass im Oktober 15 % der Hauskaufverträge mit der Begründung hoher Wohnkosten und zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheit gekündigt wurden. Darüber hinaus berichtete CNBC, dass die Zahl der Delistings seit Oktober 2024 um 38 % gestiegen sei, während der mittlere Listenpreis im November im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 % gesunken sei.
Bitcoin entwickelte sich schlechter als der Aktienmarkt, was auf Risikoaversion hindeutet
Der Rückgang von Bitcoin auf 90.000 US-Dollar beschleunigte sich nach der gewaltsamen Liquidation von bullisch gehebelten BTC-Futures im Wert von 92 Millionen US-Dollar. Die schwachen makroökonomischen Aussichten haben möglicherweise die Stimmung der Bitcoin-Händler unter Druck gesetzt, dennoch lag der S&P 500-Index nur 1,2 % unter seinem Allzeithoch von 6.920.

Wale und Market Maker verlangen eine Prämie von 13 % für den Verkauf von Bitcoin-Put-Optionen auf Deribit. Die überhöhten Kosten des Abwärtsschutzes sind typisch für rückläufige Märkte. Dennoch hatte die Ablehnung bei 92.000 US-Dollar am Montag keinen Einfluss auf die Positionierung der Händler und verstärkte das Unterstützungsniveau von 90.000 US-Dollar.
Händler haben sich auch aus dem Kryptowährungsmarkt in China zurückgezogen, da Stablecoins unter Parität gegenüber der lokalen Währung gehandelt werden. Dieses Risiko-Aversion-Signal unterstützt einen kurzfristigen rückläufigen Ausblick für Bitcoin, bedeutet aber nicht unbedingt, dass Händler einen Preisrückgang auf 85.000 US-Dollar oder weniger erwarten.

Unter neutralen Bedingungen sollte USDT mit einem Aufschlag von 0,2 % bis 1 % gegenüber dem offiziellen USD-Wechselkurs gehandelt werden, um grenzüberschreitende Spannungen, regulatorische Hürden und damit verbundene Gebühren auszugleichen. Ein Abschlag gegenüber dem offiziellen Kurs deutet auf eine starke Nachfrage nach einem Ausstieg aus den Kryptowährungsmärkten hin, ein Muster, das häufig in Abwärtsphasen zu beobachten ist.
Der Mangel an Zuflüssen Der in den letzten Wochen erfolgte Einstieg in börsengehandelte Bitcoin-Spotfonds (ETFs) in den USA hat ebenfalls die Nachfrage nach einem bullischen Engagement belastet. Ob Bitcoin in naher Zukunft die 100.000-Dollar-Marke erreichen kann, wird weitgehend von einer verbesserten Sichtbarkeit des US-Arbeitsmarkts und der Immobilienlage abhängen, deren Entwicklung möglicherweise länger dauert als eine einzelne Entscheidung der Fed.
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