Mitte Januar setzte sich die bereits schwierige Preisbewegung von Bitcoin fort, da der Bitcoin einen weiteren starken Abwärtstrend verzeichnete. Anfang Februar schien sich die Flaggschiff-Kryptowährung im freien Fall zu befinden und durchbrach bei ihrem Absturz sogar wichtige psychologische Preisniveaus.
Eine dieser Ebenen ist die Kostenbasis einer der einflussreichsten Bitcoin-Investorenkohorten – der Bitcoin-ETF-Investoren. Daten aus einer aktuellen On-Chain-Bewertung zeigen, dass Bitcoin seitdem unter diesem Preis gehandelt wird und bei Anlegern weiterhin auf wachsende Begeisterung stößt.
MVRV fällt unter 1 – was das bedeutet
Der Marktanalyst PelinayPA hat kürzlich bei QuickTake enthüllt, dass der Bitcoin-Preis unter dem durchschnittlichen realisierten Preis von Bitcoin-ETFs liegt, und welche möglichen Auswirkungen diese Marktsituation haben könnte.
Bemerkenswert ist, dass auch der ETF-MVRV-Index (Market Value to Realized Value) unter die 1-Marke gerutscht ist, was die unruhige Situation der meisten ETF-Investoren verstärkt. Historisch gesehen deutet ein anhaltender Rückgang unter einen MVRV von 1 auf zunehmende Stressbedingungen auf dem BTC-Markt hin, da er eine überwältigende Dominanz nicht realisierter Verluste innerhalb einer Anlegergruppe widerspiegelt.
Laut PelinayPA könnte dieser Zustand dazu führen, dass der Verkaufsdruck zunimmt, da die Marktteilnehmer beim Handeln auf dem Markt zunehmend auf ihre Emotionen reagieren würden. Daher dürften kurzfristige Erholungsversuche (wie derzeit der Fall) auf erheblichen Widerstand stoßen, bis sich die Situation ändert. Dies liegt daran, dass Anleger, die zu einem höheren Preisniveau eingestiegen sind, ihre Positionen wahrscheinlich zum Break-Even oder sogar mit minimalen Verlusten verlassen würden, um große Verluste zu vermeiden.
Da der realisierte Preis von Bitcoin-ETFs etwa 80.000 US-Dollar beträgt, könnte dieser Preisbereich als starkes Widerstandsniveau für den Fall fungieren, dass der Bitcoin-Preis einen Aufschwung versucht. PelinayPA stellt klar, dass eine Stabilisierung des MVRV im Bereich von 0,8–0,9 ein Zeichen dafür sein könnte, dass sich der aktuelle Bärendruck einem Erschöpfungspunkt nähert; ein Szenario, das einer kurzfristigen Erholung in Richtung des realisierten Preises vorausgehen könnte.
Wenn der MVRV hingegen weiter sinkt (wie der Analyst erwartet), könnte dies problematisch für den Bitcoin-Preis werden. Denn ETFs stünden unter erheblichem Druck, was zu Ausverkäufen bei dieser Anlegerkohorte führen könnte. Dies würde wiederum den Abwärtsdruck erhöhen und die Preise insbesondere langfristig weiter nach unten treiben.
Überblick über den Bitcoin-Markt
Laut CoinMarketCap-Daten wird Bitcoin zum jetzigen Zeitpunkt für 68.000 US-Dollar gehandelt, was einem Wachstum von 1,58 % in 24 Stunden entspricht. Pro SoSoValue-DatenIm Februar verzeichneten Bitcoin-ETFs einen Nettoabfluss von insgesamt rund 1,08 Milliarden US-Dollar. Dies ist nach einer noch beeindruckenderen Nettoabhebungszahl von 1,61 Milliarden US-Dollar im Januar der Fall.

