MUFG stellt fest, dass der jüngste Anstieg des USD/JPY-Verhältnisses in dieser Woche ein ähnliches Bild zeichnet wie das, was wir im Juli 2024 gesehen haben, als Tokio zuletzt in den Markt intervenierte, um den Yen-Rückgang aufzuhalten. Da wir uns ebenfalls ähnlichen Niveaus nähern, trug die damalige Intervention von über 5 Billionen Yen dazu bei, einen Höchststand des USD/JPY-Verhältnisses nahe 161,80 zu erreichen.
Bei der letzten Sondierung in Richtung 160,00 in dieser Woche ist es das erste Mal seit jenem Juli, dass das Währungspaar dieses Zahlenniveau ins Visier nimmt. In Bezug auf die Ebenen kann man also argumentieren, dass wir uns in gewissem Maße einer ähnlichen Schmerzgrenze nähern.
Und obwohl die damalige Intervention tatsächlich einen starken Anstieg der Yen-Währung auslöste. Letztlich half auch die Erhöhung der Zinssätze durch die BOJ, während die Fed ihren Lockerungszyklus erst am Anfang hatte.
Dennoch weist MUFG besonders darauf hin, dass die besagte Kundgebung letztendlich nicht das Gesamtbild erfasste. Und der USD/JPY konnte bis Ende 2024 sogar einen Großteil seiner Rückgänge wieder wettmachen.
Anhand dieses Beispiels weist das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt auf ein zentrales Problem für die Beamten in Tokio hin. Daher könnte jede Intervention einige Marktbewegungen in die gewünschte Richtung auslösen. Aber ohne die entsprechenden monetären und makroökonomischen Faktoren, die dies untermauern, wird es schwierig sein, die Yen-Erholung nachhaltig zu gestalten.
Und wenn man bedenkt, wie schwierig es bereits im Jahr 2024 war, stellt MUFG fest, dass das japanische Außenministerium dieses Mal vor einer noch härteren Aufgabe stehen wird, um alle Interventionen durchzusetzen. Und das, obwohl die Niveaus im USD/JPY derzeit fast ähnliche Grenzen überschreiten wie im Juli 2024.
Nun, ich würde sagen, sie liegen nicht ganz falsch. Finanzielle Risiken sind derzeit vielleicht die größte Sorge für den Yen-Währungs- und Anleihenmarkt. Und das wird schwer abzuschütteln sein, wenn die Regierung oder die Bank of Japan nicht nachgeben.

