Bei Redaktionsschluss stieg DEEP um 12 % auf 0,032 US-Dollar, da das Volumen um 36 % zurückging, was Fragen über die Stärke hinter diesem Ausbruch aufwirft.
Preisstärke ohne Ausweitung des Volumens spiegelt oft eher eine aggressive Positionierung als eine breite Überzeugung wider. Dennoch verteidigten Käufer weiterhin den Bereich von 0,031 USD auf dem Tages-Chart.
Diese Verteidigung deutete darauf hin, dass die kurzfristige Nachfrage das Angebot auf dem aktuellen Niveau immer noch absorbierte. In der Zwischenzeit, TIEF über der vorherigen Unterstützung gehalten, die nun als Drehpunktzone fungiert.
Obwohl ein geringeres Volumen die Begeisterung dämpft, verschiebt der starke Anstieg die kurzfristige Dynamik immer noch zugunsten der Bullen. Die entscheidende Frage dreht sich nun eher um Nachhaltigkeit als um Richtung.
DEEP bricht aus seinem absteigenden Kanal aus
DEEP hat seinen mehrmonatigen absteigenden Kanal im täglichen Zeitrahmen deutlich durchbrochen. Der Ausbruch über die Obergrenze signalisiert einen strukturellen Wandel nach Monaten der Kompression.
Zuvor respektierte der Preis niedrigere Höchststände innerhalb des Kanals, was die Fortsetzung des Abwärtstrends verstärkte.
Der jüngste Schlusskurs über der Trendlinie hat dieses Muster jedoch durcheinander gebracht. Käufer werden nun versuchen, den Bereich von 0,031 bis 0,033 US-Dollar in eine kurzfristige Unterstützung umzuwandeln.
Wenn sich der Preis über diesem zurückgewonnenen Bereich stabilisiert, wird eine Aufwärtsexpansion in Richtung des Widerstandsniveaus von 0,06 $ technisch machbar.
Auf der anderen Seite bleibt 0,021 US-Dollar die wichtigste strukturelle Unterstützung. Dieser Ausbruch, gepaart mit Preisstabilität, leitet den ersten bedeutenden Aufwärtstrend seit Monaten ein.
Der Directional Movement Index verstärkte den Strukturwandel. Der +DI lag bei etwa 23, während der –DI bei etwa 21 lag, was darauf hinwies, dass die Käufer einen Vorsprung hatten.
Darüber hinaus lag der ADX bei 26, was auf eine zunehmende Trendintensität hindeutet. Wenn der ADX über 25 steigt, verstärken sich die Trendbedingungen typischerweise.
Infolgedessen scheint die Richtungsexpansion eher an Zugkraft zu gewinnen als nachzulassen. Die Käufer eroberten den Kanal zurück und verbesserten die Richtungsdominanz.
Obwohl der Abstand zwischen +DI und –DI gering blieb, tendierte die Dynamik zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels nach oben. Wenn der ADX weiter steigt, verstärkt sich die Trendbestätigung weiter.
Diese Kombination deutet darauf hin, dass die Bullen nun die Richtung kontrollieren, allerdings müssen sie den Druck aufrechterhalten, um einen gescheiterten Ausbruch zu verhindern.
Warum tendieren Top-Trader immer noch zu Short-Positionen zu DEEP?
Trotz des Ausbruchs blieben die Top-Händler von Binance stark netto-short. Der Long/Short-Verhältnis lag nahe bei 0,62, während Short-Positionen 60 % der Gesamtpositionierung überstiegen.
Dieses Ungleichgewicht zeigt Skepsis gegenüber dem Ausbruch. Eine solche überfüllte Short-Positionierung führt jedoch häufig zu Volatilität, wenn der Preis steigt.
Während DEEP steigt, stehen Leerverkäufer zunehmend unter Druck. Wenn der Preis über dem früheren Kanalwiderstand bleibt, könnte sich die erzwungene Deckung nach oben beschleunigen.
Die Divergenz zwischen Preisstärke und rückläufiger Hebelwirkung führt zu Spannungen auf dem Derivatemarkt.
Daher steht die Marktstruktur nun im Konflikt mit der Positionierung der Händler. Diese Fehlausrichtung geht häufig eher einer starken Richtungserweiterung als einer Konsolidierung voraus.
Das Open Interest steigt, wenn neue Positionen hinzukommen
Offenes Interesse ist um 9,32 % auf 11,46 Mio. US-Dollar gestiegen, was darauf hindeutet, dass neues Kapital in den Markt gelangt. Steigendes Open Interest und Preisanstieg deuten eher auf eine neue Positionierung als auf eine einfache Short-Liquidation hin.
Mit anderen Worten: Händler eröffnen aktiv neue Verträge, anstatt lediglich bestehende zu schließen.
Diese Entwicklung erhöht das Leverage-Exposure auf breiter Front. Darüber hinaus erhöht die Ausweitung des Open Interest während eines Ausbruchs das Volatilitätsrisiko.
Wenn die Bullen die Kontrolle behalten, könnte sich der Aufwärtstrend schnell beschleunigen.
Wenn der Preis hingegen nicht über die Ausbruchszone hinausgeht, könnten sich die gehebelten Long-Positionen schnell auflösen. Vorerst bestätigt die Ausweitung des Open Interest, dass die Beteiligung an Derivaten zunimmt, auch wenn das Kassavolumen zurückgeht.
Hält der Ausbruch von DEEP also an?
DEEP hat seinen absteigenden Kanal durchbrochen, während DMI sich verstärkende Trendbedingungen bestätigt und das Open Interest zunimmt.
Allerdings schwächt ein sinkendes Volumen das Vertrauen und bringt Risiken mit sich. Gleichzeitig könnte eine überfüllte Short-Positionierung zu einem Engpass führen, wenn sich der Preis über 0,031 US-Dollar stabilisiert.
Wenn die Bullen die Ausbruchszone verteidigen, wird eine Fortsetzung des Aufwärtstrends in Richtung eines höheren Widerstands realistisch.
Andernfalls könnte ein Scheitern über dem Kanal zu erneutem Verkaufsdruck führen. Die aktuelle Konstellation begünstigt eine Ausweitung der Volatilität statt einer stillen Konsolidierung.
Abschließende Zusammenfassung
- Wenn die Bullen die Ausbruchszone verteidigen, könnte der Short-Druck die Aufwärtsexpansion schnell beschleunigen.
- Allerdings bedeutet die Teilnahme an Schwachstellen, dass ein Scheitern über dem Widerstand scharfe Umkehrungen auslösen könnte.




