Der BP (LSE: BP.) Der Aktienkurs befindet sich seit Jahren in der Flaute. Ein kostspieliger Umweg in erneuerbare Energien, umfangreiche Rückkäufe, die die Bilanz belasteten, und ein anhaltender Einbruch der Ölpreise sorgten für Frustration bei den Anlegern und einen Kursverlust der Aktie.
Über weite Strecken des vergangenen Jahres bewegte sich der Rohölpreis um die 55 US-Dollar pro Barrel, und die Stimmung gegenüber den großen Ölkonzernen blieb deutlich pessimistisch.
Doch innerhalb weniger Monate hat sich das Bild dramatisch verändert.
Die Ölpreise waren seit Jahresbeginn schleichend gestiegen, und heute (2. März) stieg der Rohölpreis der Sorte Brent angesichts der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten um 8 % auf rund 80 US-Dollar.
Die Energiemärkte bewerten das Versorgungsrisiko nun rasch neu, und der frühe Handel ließ die Aktie über 500 Pence steigen, den höchsten Stand seit drei Jahren.
Die Frage für Anleger ist klar: Ist dies lediglich ein weiterer kurzfristiger Aufschwung oder der Beginn eines weitaus größeren Comebacks?
Ein Geschäft, das immer noch viel Geld generiert
Trotz Schlagzeilen rund um suspendiert Aktienrückkäufe und eine Wertminderung in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar – hauptsächlich im Zusammenhang mit kohlenstoffarmen Vermögenswerten – blieben die Cash-Kennzahlen stark.
Der operative Cashflow betrug 24,5 Milliarden US-Dollar, der zugrunde liegende Wiederbeschaffungsgewinn betrug 7,5 Milliarden US-Dollar und die Nettoverschuldung sank auf 22,2 Milliarden US-Dollar. Selbst in einem schwachen Ölumfeld kann BP echtes Geld generieren.
Die mittelfristigen Ziele des Managements gehen von einem Brent-Preis von etwa 74 US-Dollar pro Barrel aus. Da Rohöl nun die 80-Dollar-Marke erreicht, ändert sich die Finanzmathematik. Höhere Preise wirken sich direkt auf die Margen der vorgelagerten Unternehmen aus und sind kostenlos Cashflowwas die Bedenken hinsichtlich der Dividendendeckung und des Schuldenabbaus lindert.
Kurz gesagt, selbst als das Öl schwach war, war es widerstandsfähig. Bei 80 US-Dollar sieht das Aufwärtspotenzial für Cashflow, Dividenden und möglicherweise den Aktienkurs glaubwürdiger aus.
Dividenden
Die Dividende bleibt im Mittelpunkt des Anlageargumentes. Obwohl die Auszahlung immer noch unter dem Niveau von vor 2020 liegt, zeigt sie, dass die Auszahlung in den letzten fünf Jahren von 21,63 ¢ auf 32,96 ¢ gestiegen ist, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von über 11 % entspricht.
Vom Autor erstelltes Diagramm
Seit 2021 hat die Dividende weniger als die Hälfte des freien Cashflows verschlungen und wurde daher durch die Generierung echter Cashflows unterstützt.
Dies unterstreicht die Attraktivität der Aktie für einkommensorientierte Anleger, insbesondere für diejenigen, die die Aktien in einem Stocks and Shares ISA halten, wo Dividenden steuerfrei zusammengerechnet werden.
Bitte beachten Sie, dass die steuerliche Behandlung von den individuellen Umständen jedes Kunden abhängt und sich in Zukunft ändern kann. Der Inhalt dieses Artikels dient ausschließlich Informationszwecken. Es handelt sich dabei weder um eine Steuerberatung, noch handelt es sich um eine solche. Es liegt in der Verantwortung der Leser, ihre eigene Due-Diligence-Prüfung durchzuführen und professionellen Rat einzuholen, bevor sie Anlageentscheidungen treffen.
Risiken
BP ist jedoch einer Reihe nicht preisbezogener Risiken ausgesetzt. Dazu gehören regulatorischer Druck, mögliche Steuer- oder Lizenzgebührenänderungen, Projektverzögerungen, Betriebsvorfälle und Herausforderungen bei der Umsetzung der Kapitalallokationsstrategie. Selbst bei einem starken Cashflow könnten sich diese Faktoren auf die Erträge, die Nachhaltigkeit der Dividende und die Stimmung der Anleger auswirken, was verdeutlicht, dass die Aktie nicht unvorhersehbaren Ereignissen ausgesetzt ist.
Strategie- und Nachfragehintergrund
Das Narrativ vom „Peak Oil“ verblasst. Die Märkte gingen davon aus, dass die weltweite Nachfrage bis 2030 ihren Höhepunkt erreichen würde, was die Bewertungen beeinflusste und eine aggressive Umstellung auf erneuerbare Energien vorantrieb. Die Nachfrage bleibt jedoch robust: KI-gesteuerte Rechenzentren, Wachstum in Schwellenländern und der langsame Ausbau der Kernenergie bedeuten, dass Kohlenwasserstoffe weiterhin im Mittelpunkt stehen werden.
Die Neuausrichtung der Strategie von BP spiegelt dies wider. Der Schwerpunkt liegt auf dem Upstream-Wachstum und der Zuwachs von 150.000 Barrel pro Tag aus sechs Projekten im Jahr 2025, während die Bumerangue-Entdeckung in Brasilien seine langfristige Produktionspipeline stärkt.
Im heutigen Umfeld erhöhter Inflation und zunehmender geopolitischer Spannungen haben Öl und Gas ihren Wert unter Beweis gestellt. Die Leistung von BP zeigt, warum der Sektor zur Unterstützung eines Portfolios beitragen kann, selbst wenn breitere Märkte unter Druck stehen.
Für mich ist diese Widerstandsfähigkeit – kombiniert mit einer starken Cash-Generierung und einer wachsenden Dividende – ein Hauptgrund dafür, dass BP weiterhin eine wichtige Beteiligung in meinem ISA-Portfolio bleibt. Für andere betrachte ich es als eine Aktie, die man genau im Auge behalten sollte.

