EUR/CHF weitet seinen Rückgang am Freitag aus, da Schweizer Inflationsdaten den Schweizer Franken (CHF) stützen. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels handelt das Paar um 0,9120 und bewegt sich damit in der Nähe des Allzeittiefs von 0,9095. In der Zwischenzeit Inline-Vorbereitung Eurozone Die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) boten nur begrenzte Unterstützung der Euro (EUR).
Daten aus der Eurozone zeigten, dass die Wirtschaft im vierten Quartal um 0,3 % wuchs, was den Erwartungen entsprach und gegenüber der früheren Schätzung unverändert blieb. Auf Jahresbasis betrug das Wachstum 1,4 % und lag damit leicht über der Prognose von 1,3 %.
Auch der Arbeitsmarkt zeigte eine stetige Dynamik: Der Beschäftigungswandel lag im vierten Quartal bei 0,2 % gegenüber dem Vorquartal und damit über der Prognose von 0,1 %, während das jährliche Beschäftigungswachstum bei 0,6 % lag und damit den Erwartungen entsprach.
In der Schweiz zeigten die vom Bundesamt für Statistik veröffentlichten Daten, dass der Verbraucherpreisindex (VPI) im Januar gegenüber dem Vormonat um 0,1 % gesunken ist, womit er die Erwartungen von 0,0 % verfehlte und sich von einem flachen Wert im Dezember abschwächte. Auf Jahresbasis blieb der VPI stabil bei 0,1 %, was sowohl der Marktprognose als auch dem Vormonat entsprach.
Die Inflation bleibt am unteren Ende des Zielbands der Schweizerischen Nationalbank (SNB), was die Erwartungen bestärkt, dass die Zentralbank den Zinssatz beibehalten wird Tarife unverändert auf der Märzsitzung und bis 2026.
Mittlerweile ist die EZB Es wird auch allgemein erwartet, dass die Politik für einen längeren Zeitraum auf Eis gelegt wird. Eine zwischen dem 9. und 12. Februar durchgeführte Reuters-Umfrage ergab, dass 66 von 74 Ökonomen davon ausgehen, dass die Zentralbank ihren Einlagensatz bis 2026 bei 2,00 % belassen wird, und dass vor 2027 keine Änderung erwartet wird.
Häufig gestellte Fragen zum Schweizer Franken
Der Schweizer Franken (CHF) ist die offizielle Währung der Schweiz. Sie gehört zu den zehn meistgehandelten Währungen weltweit und erreicht ein Volumen, das die Größe der Schweizer Wirtschaft bei weitem übersteigt. Sein Wert wird unter anderem durch die allgemeine Marktstimmung, die wirtschaftliche Verfassung des Landes oder die Maßnahmen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bestimmt. Zwischen 2011 und 2015 war der Schweizer Franken an den Euro (EUR) gekoppelt. Die Wechselkursbindung wurde abrupt aufgehoben, was zu einer Wertsteigerung des Frankens um mehr als 20 % führte und zu Turbulenzen auf den Märkten führte. Auch wenn die Bindung nicht mehr in Kraft ist, korrelieren die CHF-Vermögen aufgrund der hohen Abhängigkeit der Schweizer Wirtschaft von der benachbarten Eurozone tendenziell stark mit denen des Euro.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt als sicherer Hafen bzw. als eine Währung, die Anleger in Zeiten angespannter Märkte tendenziell kaufen. Dies liegt an der wahrgenommenen Stellung der Schweiz in der Welt: Eine stabile Wirtschaft, ein starker Exportsektor, hohe Zentralbankreserven oder eine langjährige politische Haltung zur Neutralität in globalen Konflikten machen die Landeswährung zu einer guten Wahl für risikoscheue Anleger. Turbulente Zeiten dürften den Wert des CHF gegenüber anderen Währungen stärken, deren Anlage als riskanter angesehen wird.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) trifft sich viermal im Jahr – einmal im Quartal, seltener als andere große Zentralbanken –, um über die Geldpolitik zu entscheiden. Die Bank strebt eine jährliche Inflationsrate von weniger als 2 % an. Wenn die Inflation über dem Zielwert liegt oder in absehbarer Zukunft voraussichtlich über dem Zielwert liegen wird, wird die Bank versuchen, den Preisanstieg durch eine Erhöhung ihres Leitzinses einzudämmen. Höhere Zinssätze wirken sich im Allgemeinen positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie zu höheren Renditen führen und das Land für Investoren attraktiver machen. Im Gegenteil tendieren niedrigere Zinssätze dazu, den CHF zu schwächen.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in der Schweiz ist für die Beurteilung der Wirtschaftslage von entscheidender Bedeutung und kann sich auf die Bewertung des Schweizer Frankens (CHF) auswirken. Die Schweizer Wirtschaft ist im Großen und Ganzen stabil, aber jede plötzliche Veränderung des Wirtschaftswachstums, der Inflation, der Leistungsbilanz oder der Währungsreserven der Zentralbank kann zu Schwankungen des CHF führen. Im Allgemeinen sind ein hohes Wirtschaftswachstum, eine niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Vertrauen gut für den CHF. Wenn umgekehrt die Wirtschaftsdaten auf eine Abschwächung der Dynamik hindeuten, dürfte der CHF abwerten.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der Gesundheit der benachbarten Volkswirtschaften der Eurozone abhängig. Die Europäische Union im weiteren Sinne ist der wichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz und ein wichtiger politischer Verbündeter. Daher ist die makroökonomische und geldpolitische Stabilität in der Eurozone für die Schweiz und damit für den Schweizer Franken (CHF) von wesentlicher Bedeutung. Angesichts dieser Abhängigkeit deuten einige Modelle darauf hin, dass die Korrelation zwischen dem Schicksal des Euro (EUR) und des CHF mehr als 90 % oder nahezu perfekt beträgt.

