Der Euro (EUR) notiert am Freitag gegenüber dem Schweizer Franken (CHF) im Plus, da die nachlassende Nachfrage nach sicheren Häfen den CHF unter Druck hält. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels wird EUR/CHF um die 0,9287 gehandelt und hält sich nahe einem Zweiwochenhoch, während die Anleger die neuesten Entwicklungen verdauen Eurozone Inflationszahlen.
Von Eurostat veröffentlichte vorläufige Daten zeigten, dass der harmonisierte Kernverbraucherpreisindex (HVPI) im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,3 % gestiegen ist und sich damit von 0,1 % im September beschleunigt hat. Auf Jahresbasis lag die Kerninflation bei 2,4 % gegenüber dem Vorjahr, leicht über dem Konsens von 2,3 % und unverändert gegenüber September.
Unterdessen stieg die HVPI-Gesamtinflation im Oktober um 0,2 % gegenüber dem Vormonat, verglichen mit einem Anstieg von 0,1 % im September. Auf Jahresbasis ging die Gesamtinflation entsprechend den Prognosen auf 2,1 % zurück, verglichen mit 2,2 % im Vormonat.
Die vorläufigen Daten zeigen, dass sich das Preiswachstum weiterhin dem 2-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) annähert, was die derzeitige „Wartehaltung“ der Zentralbank untermauert.
Am Donnerstag, dem EZB Alle drei Leitzinsen blieben unverändert, wobei die Einlagenfazilität, die Hauptrefinanzierungszinsen und die Spitzenrefinanzierungszinsen stabil bei 2,00 %, 2,15 % bzw. 2,40 % blieben. Der EZB-Rat stellte fest, dass die Inflation nun nahe seinem mittelfristigen Ziel liegt, und bewertete die Inflation insgesamt Ausblick bleibt weitgehend unverändert.
Auf Schweizer Seite zeigten die neuesten Daten, dass die realen Einzelhandelsumsätze im September gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % gestiegen sind, was die Prognose von 0,3 % übertraf und sich von einem Rückgang von -0,4 % im August erholte.
Am Donnerstag bekräftigte Petra Tschudin, Direktoriumsmitglied der Schweizerischen Nationalbank (SNB), dass die Geldpolitik der SNB weiterhin expansiv sei und dass die Inflation voraussichtlich im Bereich der Preisstabilität bleiben werde.
Sie betonte, dass es nicht auf die Höhe des Franken an sich ankomme, sondern auf dessen Einfluss auf die Inflation. Die Zentralbank sei bereit, bei Bedarf in den Devisenmarkt einzugreifen und den Negativzins wieder einzuführen Tarife sollten die Umstände dies erfordern, unter Hinweis darauf, dass „wir wissen, dass sie funktionieren.“
(Diese Meldung wurde um 14:00 Uhr GMT korrigiert und besagt, dass die realen Einzelhandelsumsätze in der Schweiz im September gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % gestiegen sind und damit die Prognosen von 0,3 % übertroffen haben, nach einem Rückgang von -0,4 % im August.)
Schweizer Franken-Preis heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des Schweizer Frankens (CHF) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Der Schweizer Franken war gegenüber dem Neuseeland-Dollar am stärksten.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0,13 % | 0,37 % | 0,03 % | 0,31 % | 0,28 % | 0,47 % | 0,26 % | |
| EUR | -0,13 % | 0,23 % | -0,07 % | 0,19 % | 0,16 % | 0,35 % | 0,14 % | |
| GBP | -0,37 % | -0,23 % | -0,32 % | -0,03 % | -0,07 % | 0,12 % | -0,11 % | |
| JPY | -0,03 % | 0,07 % | 0,32 % | 0,27 % | 0,24 % | 0,42 % | 0,21 % | |
| CAD | -0,31 % | -0,19 % | 0,03 % | -0,27 % | -0,05 % | 0,15 % | -0,06 % | |
| AUD | -0,28 % | -0,16 % | 0,07 % | -0,24 % | 0,05 % | 0,19 % | -0,02 % | |
| NZD | -0,47 % | -0,35 % | -0,12 % | -0,42 % | -0,15 % | -0,19 % | -0,23 % | |
| CHF | -0,26 % | -0,14 % | 0,11 % | -0,21 % | 0,06 % | 0,02 % | 0,23 % |
Die Heatmap zeigt prozentuale Veränderungen der wichtigsten Währungen untereinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Kurswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie beispielsweise den Schweizer Franken aus der linken Spalte auswählen und entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar wechseln, entspricht die im Feld angezeigte prozentuale Änderung CHF (Basis)/USD (Kurs).

