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Der Lloyds (LSE: LLOY) Der Aktienkurs verzeichnete im Jahr 2025 einen rasanten Aufschwung. Die Aktien der Bankengruppe sind um 66 % auf 91,7 Pence gestiegen, wie ich am 6. November schreibe, und liegen knapp unter einem 52-Wochen-Hoch.
An der Seitenlinie zu sitzen ist eine schwierige Sache. Ich dachte, ich würde näher darauf eingehen, warum Anleger trotz der jüngsten Aktienkursgewinne immer noch darüber nachdenken sollten.
Was passiert mit dem Lloyds-Aktienkurs?
Der Kurs der Lloyds-Aktie hat ein 52-Wochen-Hoch erreicht und ist eine von vielen Banken, die in jüngster Zeit Kursgewinne verzeichneten. Und das, obwohl der britische Bankensektor mit Herausforderungen wie zunehmender Regulierung, wirtschaftlicher Unsicherheit und Margendruck konfrontiert ist.
Die aktuelle Bewertung ist wohl noch beeindruckender, da die Bank weiterhin mit den Folgen ihrer Kfz-Finanzierungspraktiken zu kämpfen hat. Ein positives Urteil des Obersten Gerichtshofs zur Kürzung der Entschädigungszahlungen an betroffene Kunden hat für Gewissheit gesorgt und einen Schlussstrich unter den Skandal gezogen.
In jüngerer Zeit hat die Beibehaltung der Zinsen durch die Bank of England bei 4 % dazu beigetragen, die Sorgen einiger Anleger hinsichtlich der mittelfristigen Nettozinserträge zu zerstreuen.
Bewertung
Lloyds hat eine Preis-Buchwert-Verhältnis (P/B)-Verhältnis von etwa 1,1. Dies deutet darauf hin, dass Anleger in der Erwartung eines weiteren Wachstums bereit sind, einen leichten Aufschlag auf ihr Nettovermögen zu zahlen. Es ist eine ähnliche Geschichte für Leute wie HSBC Und NatWest, mit KGVs von 1,2 bzw. 1,1.
Die Bank hat auch ein ordentliches Dividendenrendite von 3,6 %, was in etwa dem Footsie-Durchschnitt entspricht. HSBC (4,2 %) und NatWest (4,1 %) weisen jedoch beide höhere Renditen auf, was darauf hindeutet, dass Anleger überlegen müssen, was sie langfristig von Lloyds-Aktien erwarten.
Drei Gründe, warum Anleger über einen Kauf nachdenken könnten
Erstens ist das sich verbessernde Zinsumfeld und seine Auswirkungen auf den Nettozinsertrag ein realer Faktor. Banken schneiden in der Regel gut ab, wenn die Zinsen höher sind, und sie können die Lücke zwischen den gezahlten Einlagenzinsen und den erhaltenen Kreditzinsen vergrößern.
Zweitens ist die hohe Dividendenrendite wichtig. Auch wenn sie nicht die höchste auf dem Markt ist, könnte eine solide Dividendenrendite, gestützt durch ein stabiles Kreditbuch, eine gute Quelle für Bareinnahmen für Anleger sein. Darüber hinaus ist die Bank mit Aktienrückkaufprogrammen aktiv, die die Rendite noch weiter steigern können.
Drittens gibt es den reduzierten regulatorischen Risikoaspekt. Ein großer Belastungsfaktor für die Bank waren der Automobilfinanzierungsskandal und die Unsicherheit. Die jüngsten Nachrichten deuten auf mehr Klarheit für die Zukunft hin, was die Rentabilität weiter steigern könnte.
Mein Urteil
Lloyds bietet eine überzeugende Mischung aus Rendite, bescheidener Bewertung und Potenzial für höhere Renditen, wenn sich die Zinsmargen verbessern und der regulatorische Überhang abnimmt.
Allerdings bestehen Risiken. Der regulatorische Druck ist groß und die Aussichten für das Kreditwachstum im Vereinigten Königreich sind nicht besonders erfreulich. Wenn die Gewinne wegfallen und sich die Nettozinsspanne verringert, besteht durchaus ein Risiko für die Aktie.
Für Anleger, die bereit sind, die umfassenderen Risiken des Bankensektors einzugehen, ist es meiner Meinung nach eine Überlegung wert, wenn sie glauben, dass sich die Zinssätze stabilisieren werden und die Skandale hinter der Bank liegen.

