Das NZD/USD-Paar hält sich während der frühen asiatischen Sitzung am Mittwoch im positiven Bereich nahe 0,6050, gestützt durch einen schwächeren US-Dollar (USD). Die zunehmende Volatilität der US-Politik führt weiterhin dazu, dass der Greenback gegenüber dem Neuseeländischen Dollar (NZD) sinkt. Händler werden sich stärker an Chinas Bericht zum RatingDog Services Purchasing Managers Index (PMI) vom Januar orientieren, der später am Mittwoch erwartet wird.
Am Mittwoch von Statistics New Zealand veröffentlichte Daten zeigten, dass die Arbeitslosenquote Neuseelands im vierten Quartal (Q4) 2025 auf 5,4 % gestiegen ist, gegenüber 5,3 % im dritten Quartal. Der Wert lag über dem Marktkonsens von 5,3 % und erreichte ein Niveau, das zuletzt im Septemberquartal 2015 erreicht wurde.
Die über den Erwartungen liegende Arbeitslosenquote könnte den Kiwi belasten, da sie auf eine wirtschaftliche Schwäche hindeutet und der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) mehr Spielraum zum Halten oder Senken der Zinsen bietet Tarife.
Laut BBC unterzeichnete US-Präsident Donald Trump einen Gesetzentwurf zur Beendigung des teilweisen Regierungsstillstands, der am Samstag begann. Der Deal wurde am Dienstag vom US-Repräsentantenhaus mit 217 zu 214 Stimmen angenommen. Das Paket wurde letzten Freitag vom Senat genehmigt.
Allerdings erklärte das US Bureau of Labor Statistics am Montag, dass ein teilweiser Regierungsstillstand die Veröffentlichung des mit Spannung erwarteten Beschäftigungsberichts für Januar, der für diesen Freitag geplant war, verzögern würde. Die politische und fiskalische Unsicherheit in den USA könnte den USD schwächen und dem Währungspaar kurzfristig Rückenwind verleihen.
Häufig gestellte Fragen zum Neuseeland-Dollar
Der Neuseeländische Dollar (NZD), auch Kiwi genannt, ist unter Anlegern eine bekannte Handelswährung. Sein Wert wird weitgehend von der Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft und der Zentralbankpolitik des Landes bestimmt. Dennoch gibt es einige einzigartige Besonderheiten, die ebenfalls zu einer Bewegung des NZD führen können. Die Leistung der chinesischen Wirtschaft bewegt den Kiwi tendenziell, da China Neuseelands größter Handelspartner ist. Schlechte Nachrichten für die chinesische Wirtschaft bedeuten wahrscheinlich weniger neuseeländische Exporte in das Land, was sich negativ auf die Wirtschaft und damit auf die Währung auswirkt. Ein weiterer Faktor, der den NZD bewegt, sind die Milchpreise, da die Milchindustrie Neuseelands Hauptexport ist. Hohe Milchpreise steigern die Exporteinnahmen und tragen positiv zur Wirtschaft und damit zum NZD bei.
Ziel der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) ist es, mittelfristig eine Inflationsrate zwischen 1 % und 3 % zu erreichen und aufrechtzuerhalten, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, sie nahe dem Mittelwert von 2 % zu halten. Zu diesem Zweck legt die Bank ein angemessenes Zinsniveau fest. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die RBNZ die Zinssätze erhöhen, um die Wirtschaft abzukühlen, aber dieser Schritt wird auch die Anleiherenditen erhöhen, was die Attraktivität für Anleger, im Land zu investieren, erhöht und somit den NZD ankurbelt. Im Gegenteil tendieren niedrigere Zinssätze dazu, den NZD zu schwächen. Die sogenannte Zinsdifferenz bzw. die Art und Weise, wie die Zinssätze in Neuseeland mit denen der US-Notenbank verglichen werden bzw. erwartet werden, kann ebenfalls eine Schlüsselrolle bei der Bewegung des NZD/USD-Paares spielen.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist für die Beurteilung der Wirtschaftslage von entscheidender Bedeutung und kann sich auf die Bewertung des Neuseeländischen Dollars (NZD) auswirken. Eine starke Wirtschaft, die auf hohem Wirtschaftswachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hohem Vertrauen basiert, ist gut für den NZD. Ein hohes Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu ermutigen, die Zinssätze zu erhöhen, wenn diese Wirtschaftskraft mit einer erhöhten Inflation einhergeht. Wenn die Wirtschaftsdaten hingegen schwach sind, dürfte der NZD an Wert verlieren.
Der Neuseeländische Dollar (NZD) steigt tendenziell in risikoreichen Zeiten oder wenn Anleger das Gefühl haben, dass die allgemeinen Marktrisiken gering sind, und sie hinsichtlich des Wachstums optimistisch sind. Dies führt tendenziell zu günstigeren Aussichten für Rohstoffe und sogenannte „Rohstoffwährungen“ wie den Kiwi. Umgekehrt neigt der NZD dazu, in Zeiten von Marktturbulenzen oder wirtschaftlicher Unsicherheit abzuschwächen, da Anleger dazu neigen, risikoreichere Vermögenswerte zu verkaufen und in die stabileren sicheren Häfen zu fliehen.

