Es ist eine schwierige Zeit für die Märkte, da wir auf das Ergebnis der Gespräche zwischen den USA und dem Iran warten. Trumps Botschaft am Montag kam etwas aus heiterem Himmel, aber die Vorgehensweise scheint eine zu sein, die wir schon einmal gesehen haben. Es ist sehr ähnlich wie er im Handels-/Zollkrieg mit China vorgegangen ist.
Tatsache ist, dass wir in eine neue Phase des Krieges eintreten. Eines, das wahrscheinlich zu einem gewissen Auftauen der Spannungen und der Möglichkeit einer Deeskalation führen könnte. Aus heutiger Sicht bleibt das Wichtigste, was die Märkte im Auge behalten sollten, die Entwicklung der Straße von Hormus. Und wenn diese neueste Schlagzeile Gibt es Anzeichen dafür, gibt es einen hoffnungsvollen Optimismus.
Was auch immer kommen mag, der Iran verfügt angesichts seiner Kontrolle über die Meerenge immer noch über einen erheblichen Einfluss. Das macht es schwierig, sich einen größeren Kompromiss in den Verhandlungen vorzustellen. Aber wir müssen erst einmal abwarten.
Insgesamt bleiben die breiteren Märkte seit Montag vorsichtig optimistisch. Und das trotz der ständigen Rhetorik des iranischen Dementis und des Murrens, dass die Gespräche keinen Erfolg haben werden. Die Wall Street mag gestern nachgelassen haben, aber die S&P 500-Futures sind an diesem Tag nun wieder um 0,8 % gestiegen.
Der wichtigste Faktor, den es zu beobachten gilt, bleibt der Ölmarkt. WTI-Rohöl fällt wieder unter 90 US-Dollar und bleibt in der Nähe der Tiefststände der Woche, etwa auf dem Niveau nach Trumps Bombeneinschlag am Montag.
WTI-Rohöl-Stundenchart ($/bbl)
Wenn es Iran mit der teilweisen Öffnung der Straße von Hormus ernst meint, wäre das eine gute Nachricht. Es wird wahrscheinlich noch einige Zeit dauern, bis Handelsschiffe dem Prozess vertrauen und langsam wieder in Schwung kommen. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach sollten wir nur ein langsames Rinnsal bei den Durchgangsströmen sehen und nicht eine Rückkehr zur Normalität.
Und selbst wenn sich der Konflikt langsam entspannt, könnte es noch Wochen oder sogar Monate dauern, bis einige wichtige Energieanlagen in der Golfregion wieder auf Kurs kommen. Kuwait hatte bereits gestern gewarnt, dass es drei bis vier Monate dauern würde, bis die Produktion wieder voll ausgelastet sei, selbst wenn der Krieg heute enden würde. Denken Sie also daran.

