Der Dezember-Bericht über die Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft fiel sehr positiv aus und führte zu einem überraschenden Rückgang der Arbeitslosenquote von 4,4 % auf 4,3 %.
Hier ist WSJ Fedwatcher Nick Timiraos nach der Veröffentlichung:
Der Stellenbericht vom Januar zementiert die verlängerte Zinspause der Fed. Powell am 28. Januar: „Die Wirtschaft hat uns erneut mit ihrer Stärke überrascht – nicht zum ersten Mal.“ Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Preisanpassungen des VPI zum Jahreswechsel
Die Veröffentlichung ist besonders überraschend, da es bei ISM-Diensten, ADP, JOLTS-Stellenangeboten und anderen Beschäftigungskennzahlen Fehler gibt. Diese Skepsis könnte einige der unruhigen Bewegungen des US-Dollars danach erklären.
AUD/USD fiel zunächst auf 0,7071, konnte den Rückgang aber schnell wieder wettmachen und stieg auf 0,7117.
AUDUSD 10 Min
Ebenso stieg der USD/JPY auf 154,65, fiel dann aber wieder auf 153,84 zurück. Dieses Paar wurde angesichts des Wahlsiegs der LDP im japanischen Unterhaus die ganze Woche über verkauft.
An anderer Stelle sind die Bewegungen eher das, was man erwarten würde. EUR/USD ist von 1,1900 auf 1,1863 gesunken und Cable ist von 1,3680 auf 1,3647 gesunken. Aber selbst diese Schritte sind kleiner als die Art von „Gamechanger“-Schlagzeile, die wir hier sehen.
Ein Grund dafür könnte die starke Abwärtskorrektur der Beschäftigungszahlen für 2025 sein, durch die 858.000 Arbeitsplätze gestrichen wurden. Der Bericht stellte außerdem fest, dass es in den USA 500.000 mehr Arbeitslose gibt als zu diesem Zeitpunkt im letzten Jahr.
Andere sprechen von der Schwierigkeit der Saisonanpassung im Januar, der ohne diese immer eine große negative Zahl ist.
Auf den ersten Blick ist die Einstellung von Timiraos jedoch die richtige. Dadurch wird die Fed für längere Zeit außer Gefecht gesetzt, es sei denn, der neue Fed-Chef wird sich in gewisser Weise äußern. Eine Kürzung im Juni war vollständig eingepreist, liegt nun aber bei 76 %. Wir gehen auch davon aus, dass die Renditen von Staatsanleihen über die gesamte Kurve hinweg um 4 bis 7 Basispunkte steigen.
S&P 500-Futures sind um 0,6 % gestiegen.

