- Vor 47,0
- Dienstleistungs-PMI 53,3 gegenüber 52,5 erwartet
- Vor 52.7
- Zusammengesetzter PMI 52,5 gegenüber 51,6 erwartet
- Vor 51.3
- Vollständiger Bericht Hier
Kernpunkte:
- Das Wachstum der Geschäftstätigkeit beschleunigt sich im Januar, aber die Arbeitsmarktbedingungen verschlechtern sich
Kommentar:
Zu den Flash-PMI-Daten sagte Dr. Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank:
„Die Daten zeigen insgesamt einen guten Start ins neue Jahr. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe ist wieder auf ein – wenn auch schwaches – Wachstum zurückgekehrt, ebenso wie die Auftragseingänge. Noch ermutigender ist die stärkere Belebung der Aktivität im Dienstleistungssektor. Mit Blick auf die Zukunft ist die Zuversicht im Dienstleistungssektor spürbar gestiegen und hat sich im verarbeitenden Gewerbe auf einem soliden Niveau gehalten.“
„Während es Anzeichen für eine leichte Erholung gibt, haben die Dienstleistungsunternehmen ihre Belegschaft im Januar deutlich reduziert, was eher auf Effizienzmaßnahmen als auf Nachfragesorgen hindeuten könnte. Im verarbeitenden Gewerbe geht der Prozess des Stellenabbaus unvermindert weiter. Da dieser bereits seit Mitte 2023 andauert, wird nun viel darüber diskutiert, ob es sich hierbei um ein strukturelles Problem handelt, das strukturelle Antworten in Form von Reformen erfordert, die alles andere als einfach umzusetzen sind.“
„Im Dienstleistungssektor hat sich die Situation deutlich aufgehellt. Die Preissetzungsmacht scheint deutlich zugenommen zu haben, da die Verkaufspreisinflation gestiegen ist. Während dies zum Teil auf höhere Inputkosten zurückzuführen ist, war der Anstieg der Verkaufspreisinflation sogar noch stärker. Da das Neugeschäft stärker wächst als im letzten Monat, werden die Dienstleister selbstbewusster – was sich auch in ihrem deutlich höheren Optimismus für die zukünftige Aktivität zeigt.“
„Unterdessen hat der Internationale Währungsfonds seine BIP-Wachstumsprognose für Deutschland im Jahr 2026 um 0,2 Prozentpunkte auf 1,1 % angehoben und damit das Gefühl bestärkt, dass sich die Wachstumsaussichten verbessern. Dennoch bleibt die Erholung eher fragil. Der anhaltende Rückgang der Lagerbestände und ein erneuter Rückgang der Auftragsbestände im verarbeitenden Gewerbe sind klare Beispiele. Doch die ungewöhnlich großen fiskalischen Anreize durch deutlich höhere Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur sollten der Wirtschaft spürbare Impulse verleihen.“
Deutschland Composite PMI

