Nokia habe gerade eine Kapitalerhöhung abgeschlossen. Normalerweise ist die Kapitalbeschaffung eher eine Routineaufgabe und kein Grund zur Euphorie. Allerdings gibt es in diesem Fall Grund zur Aufregung, wenn man bedenkt, dass ein namhafter Name involviert ist: Nvidia.
Die jüngste Finanzspritze von Nokia erhöht nicht nur die Anzahl der Aktien des Unternehmens. Dadurch wird das Unternehmen effektiv in die KI-Netzwerkpläne von Nvidia integriert, ein Schritt, der beiden Parteien zu einem Zeitpunkt zugute kommt, in dem Nvidia kurz vor der Veröffentlichung von Gewinnen steht.
Die jüngste Aktienemission an Nvidia in Form von American Depositary Shares bedeutet für den Chiphersteller einen Anteil von rund 2,9 % an Nokia. Diese Akquisition entspricht rund 2,9 % der insgesamt derzeit verfügbaren Nokia-Aktien.
Die Finanzspritze, eine vorgeschlagene 1 Milliarde US-Dollar Der Preis liegt bei 6,01 US-Dollar pro Aktie und die Anleger bereiten sich auf das vor, was an der Wall Street zu einem wichtigen Ereignis geworden ist: die Gewinne von Nvidia.
Die nächste Gewinnmitteilung von Nvidia wird mehr als nur die Anzahl der KI-Prozessoren offenbaren, die das Unternehmen an Rechenzentren liefert. Der Chipriese wird den Anlegern ein Update zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 geben.
Die Wall Street rechnet mit einem Umsatz von über 54 Milliarden US-Dollar und erwartet einen weiteren deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr, der auf die Nachfrage nach KI-Infrastruktur zurückzuführen ist.
Für Nvidia-Investoren ist die brennende Frage angesichts der bevorstehenden Ergebnisse klar: Wie wichtig ist die Nokia-Vereinbarung für Nvidias bevorstehende KI-Erweiterung, und wird das Unternehmen bei der Telefonkonferenz konkrete Zahlen vorlegen?
Nvidias Aufstellung geht in Richtung Gewinn
Nvidia wird Gewinne melden nach Marktschluss am 19. November. Die Veranstaltung ist für die Anlegerwelt nichts weniger als ein Super-Bowl-Wochenende. Bei Nvidias Gewinnen geht es weniger um den Chipriesen als vielmehr um den allgemeinen Stand der KI-Einführung.
Nvidia hatte die Anleger zuvor darüber informiert, dass sie damit rechnen müssen rund 54 Milliarden US-Dollar Umsatz Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 geben oder nehmen Sie 2 %. Die Bruttomargen des Unternehmens werden voraussichtlich bei Mitte der 70er-Jahre liegen, da seine Blackwell-KI-Plattform bei Hyperscale-Kunden expandiert.
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Analysten, die Nvidias Gewinn beobachten, erwarten:
- Die Nachfrage nach KI in Rechenzentren führte im Jahresvergleich zu einem Umsatzanstieg von mehr als 50 %.
- Blackwell-Rack-Scale-Systeme und teurere GPUs leisten einen größeren Beitrag, da Hyperscaler ihre KI-Ausgaben wieder erhöhen.
Die Hauptgeschichte von Nvidia hat sich nicht geändert: Das Unternehmen steht im Mittelpunkt eines weltweiten Anstiegs der KI-Ausgaben, und seine Roadmap (jetzt Blackwell, als nächstes Rubin) treibt Leistung und Preismacht weiter in die Höhe.
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Nvidias Beziehung zu Nokia hingegen verleiht dieser Geschichte eine neue Ebene. Es erweitert Nvidias Reichweite über Rechenzentren hinaus auf 5G-Advanced- und 6G-Mobilfunknetze sowie die optische Infrastruktur, die diese verbindet.
Deshalb ist der Zeitpunkt wichtig: Die Beteiligung von Nvidia an Nokia wurde nur wenige Tage vor dieser Gewinnmitteilung abgeschlossen, und Anleger werden wissen wollen, wie sie in den gesamten KI-Infrastrukturplan des Unternehmens passt.
Wie Nokia als Nvidias KI-Netzwerkspiel fungiert
Die Nokia-Investition ist im Vergleich zur Gesamtgröße und dem Cashflow von Nvidia derzeit gering. An den Zahlen für dieses Quartal wird sich dadurch nichts ändern. Die Investition passt jedoch gut zu drei Themen, die Nvidia kontinuierlich mit Investoren diskutiert.
Erstens brauchen Blackwell und die Umgebung ein besseres Netzwerk. Die neue Blackwell-Plattform, die bei dieser Ergebniskonferenz wahrscheinlich ein Hauptgesprächsthema sein wird, ist sowohl als Chip- als auch als Rack-System konzipiert. Dies erhöht den Wert von Hochgeschwindigkeitsnetzwerken, Switches und Verbindungen – Bereichen, in denen Nvidia fleißig expandiert.
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Zweitens drängt die KI an den Rand. Nvidia hat schon lange darauf hingewiesen, dass es bei zunehmender KI-Arbeitslast sinnvoll ist, GPUs näher an den Ort zu bringen, an dem Inferenzen ausgeführt werden, sei es in einer Fabrik, einem Auto oder einem Mobilfunkmast.
AI-RAN ist eine der teuersten Varianten dieser Idee. Basisstationen verwandeln sich in Mikro-KI-Rechenzentren, in denen GPUs sowohl Funk- als auch lokale KI-Aufgaben übernehmen. Die Zusammenarbeit von Nvidia mit Nokia ist das deutlichste Zeichen dafür, dass Nvidia diese Idee in ein echtes Produkt umsetzen will.
Drittens nutzt Nvidia kleine Einsätze als Instrument. Nvidia hat die Tendenz, große Minderheitsanteile an Ökosystemteilnehmer und Infrastrukturpartner zu vergeben, anstatt sie direkt zu kaufen.
Der Nokia-Deal ist ein Beispiel dafür. Es ist eine Methode, um Designsiege zu erzielen, Roadmaps zu ändern und Gewinne zu teilen, ohne das Risiko einer Integration und die Probleme, die mit dem Umgang mit Vorschriften verbunden sind, die mit kompletten Übernahmen einhergehen.
Wenn Nvidia in diesem Call also über KI-Infrastruktur spricht, geht es nicht mehr nur um GPUs in Racks. Die Nokia-Beteiligung weitet diese Definition auf Mobilfunknetze aus.
Worauf Sie bei Nvidias Gewinnmitteilung vom 19. November achten sollten
Es ist unwahrscheinlich, dass der Nokia-Deal im kommenden Ergebnisbericht stark thematisiert wird. Wenn Nvidia jedoch sagt, dass die Nokia-Transaktion ein Modell für die Investition kleiner Geldbeträge in strategisch wichtige Partner in verschiedenen Branchen darstellt, hilft uns das zu verstehen, wie viel mehr Geld das Unternehmen auf diese Weise ausgeben könnte.
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