Takaichi-Berater signalisiert, dass keine Notwendigkeit für reflationistische Entscheidungen der BOJ besteht, da Japan aus der Deflation aussteigt, eine Zinserhöhung im März wird als unwahrscheinlich angesehen.
Zusammenfassung:
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PM-Berater Honda sagt, dass die Vorstandsmitglieder der BOJ keine Reflationisten sein müssen
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Japan hat nach eigenen Angaben die Deflation überwunden
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Die BOJ könnte in diesem Jahr Spielraum für eine Zinserhöhung haben
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Erhöhung im März gilt als unwahrscheinlich
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Nominierungen für den Vorstand sind bereits am 25. Februar fällig
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Märkte achten auf Takaichis politischen Kurs
Ein Wirtschaftsberater von Premierminister Sanae Takaichi hat die Notwendigkeit heruntergespielt, dass Tokio ausgesprochene Reflationisten für die bevorstehenden Vakanzen im Vorstand der Bank of Japan ernennt, und signalisiert damit eine möglicherweise pragmatischere Haltung gegenüber der Geldpolitik, während Japan aus seiner deflationären Ära herauskommt.
Etsuro Honda, ein langjähriger Verbündeter Takaichis und ehemaliger Berater des verstorbenen Premierministers Shinzo Abe, sagte, die Regierung müsse nicht unbedingt Vorstandsmitglieder auswählen, die sich für eine aggressive Lockerung der Geldpolitik einsetzen. Er argumentierte, dass sich die wirtschaftlichen Bedingungen Japans erheblich verändert hätten, da das Land nun die Deflation überwunden habe und in eine neue Phase eintrete, die auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtet sei.
Honda sagte, dass die Bank of Japan später in diesem Jahr Spielraum für eine Zinserhöhung sehen könnte, da Inflation und Anleiherenditen auf eine weitere Normalisierung hindeuten. Allerdings wies er darauf hin, dass ein Schritt im März wahrscheinlich verfrüht wäre, da die Auswirkungen der Zinserhöhung im Dezember und die allgemeinen finanziellen Bedingungen beurteilt werden müssten.
Zwei der neun Vorstandssitze der BOJ sollen in diesem Jahr frei werden, darunter der von Asahi Noguchi Ende März und der von Junko Nakagawa im Juni. Es wird erwartet, dass die Regierung dem Parlament bereits am 25. Februar einen Kandidaten vorlegen wird. Die Auswahl bedarf der Zustimmung beider Kammern und wird weithin als Test dafür angesehen, wie eng Takaichi sich der Zentralbankpolitik anschließen oder diese beeinflussen will.
Unter Gouverneur Kazuo Ueda beendete die BOJ ihr ultralockeres Konjunkturprogramm im Jahr 2024 und erhöhte seitdem die Zinsen auf 0,75 %, was die Zuversicht widerspiegelt, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung des 2 %-Ziels bewegt.
Die Äußerungen von Honda deuten darauf hin, dass die Regierung eine schrittweise Straffung der Geldpolitik zulassen könnte, anstatt zu versuchen, im Vorstand wieder eine stark zurückhaltende Tendenz einzuführen.

