Der japanische PPI ist auch als Corporate Goods Price Index bekannt. Es ist ein Indikator für die „Großhandelsinflation“.
Der frühere Datenbeitrag ist hier ICYMI:
Die Großhandelsinflation in Japan verlangsamt sich, aber die Yen-Importpreise steigen leicht
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Japans CGPI für Januar steigt im Jahresvergleich um 2,3 % und verlangsamt sich von 2,4 %.
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Entspricht den Markterwartungen.
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Yen-basierter Importpreisindex stieg im Jahresvergleich um 0,5 %.
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Der schwache Yen sorgt weiterhin für Kostendruck.
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Die Daten fließen nach der Zinserhöhung im Dezember in die Inflationsbewertung der BOJ ein.
Japans Großhandelsinflation verlangsamte sich im Januar zum zweiten Monat in Folge, obwohl steigende Importkosten in Yen den anhaltenden Preisdruck im Zusammenhang mit der Währungsschwäche verdeutlichen.
Daten der Bank of Japan zeigten, dass der Unternehmensgüterpreisindex (CGPI) im Januar im Jahresvergleich um 2,3 % gestiegen ist, was einem Rückgang gegenüber 2,4 % im Dezember entspricht und den Markterwartungen entspricht. Der CGPI erfasst die Preise, die Unternehmen einander für Waren und Dienstleistungen berechnen, und gilt als Frühindikator für die Pipeline-Inflation.
Während die Abschwächung darauf hindeutet, dass die Preisdynamik auf Erzeugerebene allmählich nachlässt, bleibt der Währungskanal aktiv. Ein Index, der die Importpreise auf Yen-Basis misst, stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,5 %, nachdem er im Dezember revidiert um 0,2 % gestiegen war. Dieser Anstieg unterstreicht, dass ein schwächerer Yen weiterhin die Kosten für importierte Rohstoffe und Energie in die Höhe treibt, selbst wenn sich der globale Rohstoffdruck stabilisiert.
Für die politischen Entscheidungsträger erschweren die gemischten Signale das Inflationsnarrativ. Die Bank of Japan hat geprüft, ob das zugrunde liegende Preiswachstum nachhaltig in der Nähe ihres Ziels von 2 % verankert ist. Im Dezember erhöhte die BOJ ihren Leitzins auf 0,75 %, ein 30-Jahres-Hoch, und markierte damit einen weiteren Schritt weg von der jahrzehntelangen ultralockeren Geldpolitik und Kreditkosten von nahezu Null.
Die Zentralbank hat angedeutet, dass sie weiterhin prüfen wird, ob der Kostendruck zu einer dauerhafteren nachfragebedingten Inflation führt. Ein anhaltender Anstieg der Importpreise aufgrund der Yen-Schwäche könnte die vollständige Abkühlung der Erzeugerkosten verzögern, während die allmähliche Verlangsamung der Gesamtgroßhandelsinflation darauf hindeutet, dass der Spitzendruck möglicherweise zurückliegt.
Die Märkte werden die Daten wahrscheinlich so interpretieren, dass sie im Großen und Ganzen mit dem vorsichtigen Normalisierungspfad der BOJ übereinstimmen und weder eine sofortige Straffung erzwingen noch die Argumente für eine schrittweise Anpassung der Politik entgleisen lassen, wenn die Inflationsdynamik stabil bleibt.

