Bitcoins (BTC) Das aktuelle Handelsverhalten spiegelt eine der tiefsten makroökonomischen Störungen seit Jahren wider, wobei die globale Liquidität stark ansteigt, während BTC weiterhin hinter dem Geldmengenwachstum und der Rekordleistung von Gold zurückbleibt. Ein aktueller Bericht von Bitwise empfohlen Diese Lücke könnte bis 2026 zu einer erheblichen asymmetrischen Chance bei Bitcoin führen.
Wichtige Erkenntnisse:
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Bitcoin liegt derzeit um 66 % unter der globalen Geldmenge, was einen modellbasierten fairen Wert nahe 270.000 US-Dollar impliziert.
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Gold hat den größten Teil der Geldverwässerung im Jahr 2025 einstecken müssen und übersteigt nun die globale Geldmenge M2 um 75 %.
Die weltweite Liquidität wendet sich, aber Bitcoin ist nicht gefolgt
Eine neue Ausgabe des Bitwise Monthly Bitcoin Macro Investor-Berichts argumentierte dass das zugrunde liegende Umfeld für Bitcoin weitaus bullischer ist als seine aktuelle Preisentwicklung. Die weltweite Liquidität dreht sich nun eindeutig in Richtung Reflation: Die USA geben jedes Jahr Staatsanleihen im Wert von fast 1,9 Billionen US-Dollar aus, Präsident Donald Trump hat Konjunkturschecks in Höhe von 2.000 US-Dollar versprochen und das quantitative Straffungsprogramm (QT) der Federal Reserve endete am 1. Dezember.
Gleichzeitig schnürt Japan ein Konjunkturpaket in Höhe von 110 Milliarden US-Dollar, Kanada hat mit der quantitativen Lockerung (QE) wieder begonnen und China hat einer massiven Haushaltsinitiative in Höhe von 1,4 Billionen US-Dollar zugestimmt. Mit mehr als 320 weltweiten Zinssenkungen in den letzten 24 Monaten ist die globale Geldmenge M2 auf den Rekordwert von 137 Billionen US-Dollar gestiegen.
Vor diesem Hintergrund wies Bitwise auf eine der größten Bewertungslücken in der Geschichte von Bitcoin hin. Laut dem Kointegrationsmodell des Unternehmens liegt BTC derzeit um etwa 66 % unter der globalen Geldmenge, was einen modellimplizierten fairen Wert von etwa 270.000 US-Dollar impliziert. Diese Trennung führte zu einem hypothetischen Aufwärtspotenzial von etwa +194 %, wenn Bitcoin zu seinem langfristigen Liquiditätsanker zurückkehrt.

Vereinfacht ausgedrückt ist Bitcoin im Vergleich zum Ausmaß der globalen Geldmengenexpansion unterbewertet, eine Dynamik, die wichtig ist, da BTC aufgrund seiner absoluten Knappheit in der Vergangenheit als empfindlichster Barometer für die Geldverwässerung diente, wie im Bericht festgestellt wird.
Mittlerweile hat Gold den größten Teil des Liquiditätsangebots von 2025 absorbiert und übersteigt nun die globale Geldmenge um fast 75 %, was laut Bitwise „die Argumente für eine bevorstehende Rotation mit potenziell sehr großen Auswirkungen auf die Performance“ bei Bitcoin weiter stärkt.
Bitcoin dürfte im Vergleich zu Gold starke risikobereinigte Renditen erzielen
Direktor für Global Macro bei Fidelity Jurrien Timmer sagte dass die Trendkonstellation von Bitcoin derzeit bei den Momentum- und Sharpe-Ratio-Kennzahlen hinter Gold zurückbleibt, wodurch die beiden Vermögenswerte „polare Gegensätze“ darstellen.
Die Sharpe-Ratio misst, wie viel Rendite ein Vermögenswert im Verhältnis zu seiner Volatilität generiert, was bedeutet, dass Gold derzeit eine stärkere risikobereinigte Performance liefert als Bitcoin. Auch wenn noch keine Trendwende signalisiert wurde, bezeichnete Timmer diese zunehmende Divergenz als eine potenziell überzeugende Mean-Reversion-Situation.

Beim Herauszoomen wies Timmer darauf hin, dass Bitcoin trotz seines Rückgangs unter 100.000 US-Dollar im Großen und Ganzen seiner langfristigen Potenzgesetz-Akzeptanzkurve folgt. Während BTC mit begrenzten parabolischen Renditen reift, bezeichnete Timmer BTC als „das frühreife, heranwachsende jüngere Geschwisterchen des Goldes“, immer noch strukturell stark, nur weniger volatil.
Dieser Artikel enthält keine Anlageberatung oder -empfehlungen. Jede Anlage- und Handelsmaßnahme birgt Risiken, und Leser sollten bei ihrer Entscheidung eigene Recherchen durchführen.

