Zum Kontext der Bericht vom Freitag: US-Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft im März +178.000 gegenüber erwarteten +60.000
Die Arbeitsmarktdaten fielen viel stärker aus als erwartet und hätten Gespräche über Zinssenkungen sicherlich zum Schweigen bringen können, wenn nicht schon wegen des US-Iran-Konflikts im vergangenen Monat. CIBC äußert sich wie folgt:
„Die Zahl der Lohn- und Gehaltsabrechnungen erholte sich im März stärker als erwartet und die Arbeitslosenquote ging leicht zurück, was zumindest vorübergehend die Befürchtungen hinsichtlich einer Abschwächung des Arbeitsmarkts mildern wird. Der Zuwachs bei der Zahl der Lohn- und Gehaltsabrechnungen um 178.000 lag deutlich über der Konsensprognose (+65.000) und wurde durch kumulative Abwärtskorrekturen von 7.000 gegenüber den Vormonaten nur sehr geringfügig ausgeglichen.
Trotz des starken Beschäftigungswachstums fielen die Stundenlöhne mit 0,2 % gegenüber dem Vormonat und 3,5 % gegenüber dem Vorjahr schwächer aus als erwartet. Das ist zwar nicht gut für die Haushalte, insbesondere angesichts des Drucks auf die verfügbaren Einkommen durch höhere Pumpenpreise, könnte aber die Bedenken der Fed hinsichtlich eines breiter angelegten Inflationsdrucks zerstreuen.“
Insgesamt scheint der Bericht für jeden etwas zu bieten. Mit anderen Worten: Die Beschäftigungszahlen waren stark genug, um die Rede von einem viel stärkeren Rückgang der Arbeitsmarktbedingungen zu verhindern. Unterdessen waren die Löhne bescheiden, aber nicht hoch genug, um auf einen breiteren Anstieg der Inflation schließen zu lassen.
Daher ist die einzige Hauptfrage der Konflikt zwischen den USA und dem Iran und dessen umfassendere Auswirkungen auf die Wirtschaft.
Und vorerst argumentiert CIBC, dass dies bedeutet, dass die Fed bei der Festlegung ihrer Politik weiterhin am Rande bleiben kann.
„Insgesamt war dies jedoch immer noch eindeutig ein besser als erwarteter Bericht und einer, der die derzeitige abwartende Haltung der Fed rechtfertigt, da sie beurteilt, wie hartnäckig der aktuelle Ölpreisschock sein wird und wie wahrscheinlich es ist, dass er auf andere Inflationsbereiche übergreift.“

