Bildquelle: Sam Robson, The Motley Fool UK
In diesem Jahr gab es einen Hersteller von Elektrofahrzeugen NIO (NYSE: NIO) erfreuen und enttäuschen die Aktionäre zugleich. Die Freude kam von einigen Perioden, in denen die NIO-Aktie stark anstieg: Anfang Oktober war die Aktie im Plus 80% seit Jahresbeginn.
Seitdem war die Entwicklung des Aktienkurses jedoch enttäuschender und fiel um 35 %.
Dennoch ist die NIO-Aktie in diesem Jahr bislang um 18 % gestiegen. Insgesamt hat sich in diesem Jahr nicht nur der Aktienkurs verbessert, sondern auch der Umsatz.
Könnte es für mich jetzt an der Zeit sein, einige NIO-Aktien in mein Portfolio aufzunehmen und auf einen langfristigen Gewinn zu hoffen?
Ein sich verändernder Markt
Die Verkaufszahlen waren in mehrfacher Hinsicht beeindruckend.
Im letzten Quartal stiegen die Verkaufsmengen von NIO im Jahresvergleich um 41 %. Ich halte das schon für eine beeindruckende Zahl.
Beeindruckend für mich ist aber auch, dass die vierteljährliche Verkaufszahl bei über 87.000 Fahrzeugen lag. Klar, das bleibt weit hinter dem zurück Rivalen wie Tesla Und BYD erreichen. Aber es ist immer noch eine beträchtliche Zahl.
Dies zeigt, dass NIO nicht nur irgendein kleines Start-up mit ehrgeizigen Plänen ist. Es ist ein großes Unternehmen, das in großem Maßstab operiert und bereits jede Woche Tausende von Autos verkauft.
Der Markt für Elektrofahrzeuge hat sich weiterentwickelt und der Wettbewerb ist immer stärker geworden. Die Leistung von Tesla in diesem Jahr war gemischt. Im Gegensatz dazu schreitet NIO zügig voran, wenn auch von einer niedrigeren Basis aus.
Was hält mich davon ab, zu investieren?
Auch in diesem Jahr gab es weitere vielversprechende Neuigkeiten.
Beispielsweise folgte dieser Anstieg der NIO-Aktie im Sommer auf die Nachricht, dass das Unternehmen eine Erweiterung seiner Produktpalette und damit die Erschließung neuer Marktsegmente plant. Das könnte sich positiv auf Absatzmengen und Erlöse auswirken.
Aber es sind nicht die Einnahmen, die mich davon abgehalten haben, NIO-Aktien für mein Portfolio zu kaufen. Schließlich sind sie bereits substanziell und steigen deutlich.
Was mich bisher davon abgehalten hat, zu investieren, ist Gewinne – oder besser gesagt, das Fehlen davon. NIO hat bisher durchweg Verluste gemacht.
Die des Unternehmens Nettoverlust war im letzten Quartal deutlich kleiner als im Vorjahresquartal – belief sich aber immer noch auf rund 365 Millionen Pfund.
Den Überblick behalten
Könnte sich das ändern?
Sicherlich. Schließlich ist die Herstellung von Autos kapitalintensiv, kann aber auch lukrativ sein.
Die Gründung eines Unternehmens kann bedeuten, dass viel Geld ausgegeben wird. Sobald die Volumina jedoch groß genug sind, können Skaleneffekte hoffentlich dazu beitragen, einen Verlust in einen Gewinn umzuwandeln.
Das ist zum Beispiel bei Tesla passiert.
Auch bei NIO könnte es noch passieren. Ich denke, das Unternehmen hat viel zu bieten, wie die steigenden Verkaufszahlen zeigen. Die Marke gewinnt bei einigen Autokäufern an Zugkraft, verfügt dank ihrer Premium-Positionierung über Preissetzungsmacht und höhere Stückzahlen könnten dazu beitragen, die Produktionseffizienz zu verringern.
Allerdings beunruhigen mich die anhaltenden Verluste als potenzieller Investor. NIO hat noch nicht bewiesen, dass sein Geschäftsmodell profitabel sein kann.
Obwohl ich die Entwicklung genau im Auge behalten werde, werde ich derzeit noch keine NIO-Aktien kaufen.

