Die Positionierung des Dollars hat in der Umfrage der Bank of America den negativsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht, was die allgemeine Erwartung einer Abschwächung der USA und einer möglichen Lockerung der Fed widerspiegelt, wobei Arbeitsmarktrisiken als Hauptauslöser für eine weitere Schwäche angesehen werden.
Zusammenfassung:
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Die Positionierung der Anleger gegenüber dem US-Dollar ist auf den negativsten Stand seit mindestens Januar 2012 gesunken.
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In der jüngsten Umfrage der Bank of America ist das Netto-Engagement im Greenback auf einem Rekordniveau untergewichtet.
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Die Short-Positionierung übertrifft frühere rückläufige Extreme, einschließlich der Tiefststände vom letzten April.
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Die Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed haben nachgelassen, die Nachfrage nach dem Dollar hat sich dadurch jedoch nicht belebt.
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Die Umfrageteilnehmer sehen in einer weiteren Schwäche des US-Arbeitsmarkts das größte Abwärtsrisiko für die Währung.
Die Stimmung der Anleger gegenüber dem US-Dollar hat sich deutlich negativ entwickelt, und die Positionierung liegt nun auf dem stärksten untergewichteten Niveau, das jemals in der Devisen- und Zinsstimmungsumfrage der Bank of America aus dem Januar 2012 verzeichnet wurde.
Die Februar-Umfrage zeigt, dass das Netto-Engagement gegenüber dem Dollar auf beispiellose Tiefststände fällt, wobei Short-Positionierungen praktisch darauf wetten, dass die Währung abwerten und den extremsten Stand seit mehr als 14 Jahren erreichen wird. Das Engagement ist unter den vorherigen Tiefpunkt vom letzten April gefallen, was das Ausmaß der veränderten Überzeugung gegenüber dem Dollar unterstreicht.
Die Positionierung spiegelt einen breiten Konsens darüber wider, dass der Dollar Abwärtsrisiken ausgesetzt ist. Die Marktteilnehmer tendieren offenbar zu einem schwächeren Ausblick für US-Wachstum und Inflation und gehen davon aus, dass die Politik der Federal Reserve im Laufe der Zeit gelockert werden könnte. Insbesondere die Bedenken hinsichtlich der institutionellen Unabhängigkeit der Fed haben nach der Nominierung von Kevin Warsh durch Präsident Donald Trump zum nächsten Fed-Vorsitzenden abgenommen. Das Nachlassen dieser politischen Ängste hat jedoch nicht zu einer erneuten Nachfrage nach US-Vermögenswerten oder einer Erholung der Dollarnachfrage geführt.
Stattdessen nennen die Umfrageteilnehmer eine weitere Verschlechterung auf dem US-Arbeitsmarkt als Hauptauslöser, der die Währung nach unten treiben könnte. Während die Gesamtbeschäftigungsdaten relativ stabil geblieben sind, könnte jede nennenswerte Abschwächung bei der Einstellung oder ein Anstieg der Arbeitslosigkeit die Erwartungen auf Zinssenkungen verstärken und die Zinsdifferenz gegenüber dem Dollar vergrößern.
Gleichzeitig führt eine solch extreme Positionierung zu Asymmetrie. Wenn der Marktkonsens stark einseitig wird, können Währungsbewegungen volatiler werden, insbesondere wenn eingehende Daten oder Mitteilungen der Fed die vorherrschenden Annahmen in Frage stellen. Ein überraschend steigender Inflationsdruck oder solidere Arbeitsmarktdaten könnten eine schnelle Deckung von Leerverkäufen erzwingen.
Vorerst ist die Botschaft der Positionierungsdaten jedoch klar: Die Anleger sind auf einen schwächeren Dollar eingestellt. Ob sich dieser Handel ausdehnt oder umkehrt, wird weitgehend von der Entwicklung der US-Makrodaten und der Signale der Federal Reserve in den kommenden Monaten abhängen.

