Die RBNZ sagt, dass US-Zölle die Inflation in Neuseeland kurzfristig senken könnten, später aber die Preise in die Höhe treiben könnten, wenn sich die globalen Lieferketten anpassen.
Zusammenfassung:
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Der Laut RBNZ könnten US-Zölle die Inflation in Neuseeland kurzfristig senken.
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Handelsumlenkungen und ein stärkerer neuseeländischer Dollar könnten die Importpreise senken.
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Eine langfristige Fragmentierung der Lieferkette könnte die Inflation bis etwa 2030 in die Höhe treiben.
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Eine schwächere globale Nachfrage könnte die neuseeländischen Exporte belasten.
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Exporteure könnten auf den Weltmärkten einem stärkeren Wettbewerb ausgesetzt sein.
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Die Gesamtauswirkungen auf das neuseeländische BIP werden voraussichtlich bescheiden sein.
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Die Exporte in die USA könnten zunächst um 13 % zurückgehen, bevor sie sich mit der Zeit stabilisieren.
Die Reserve Bank of New Zealand geht davon aus, dass die Zollpolitik der USA gemischte Auswirkungen auf die neuseeländische Wirtschaft haben könnte, da sie kurzfristig die Inflation dämpfen und später im Jahrzehnt möglicherweise den Preisdruck erhöhen könnte, wenn sich die globalen Lieferketten anpassen.
In einer am Montag veröffentlichten Forschungsnotiz sagte die Zentralbank, dass Handelsstörungen aufgrund von US-Zollmaßnahmen kurzfristig wahrscheinlich disinflationären Druck auf Neuseeland ausüben werden. Die RBNZ sagte, dass eine Handelsumlenkung und ein stärkerer neuseeländischer Dollar die Importkosten senken könnten, was dazu beitragen könnte, die Inflation zu dämpfen und die inländische Kaufkraft zu stärken.
Es wird erwartet, dass die von den Vereinigten Staaten eingeführten Zölle einen Teil der globalen Handelsströme vom amerikanischen Markt ablenken, was zu niedrigeren Preisen für importierte Waren in anderen Volkswirtschaften, einschließlich Neuseeland, führen könnte. Eine stärkere Währung würde diesen Effekt verstärken, indem sie ausländische Waren für inländische Käufer billiger macht.
Allerdings warnte die Zentralbank, dass sich die längerfristigen Folgen weit verbreiteter Zölle letztendlich als inflationär erweisen könnten. Im Laufe der Zeit kann eine Verlagerung hin zu stärker fragmentierten und weniger effizienten globalen Lieferketten die Produktionskosten erhöhen und die Effizienz internationaler Handelsnetzwerke verringern. Diese strukturellen Veränderungen könnten die Inflation bis etwa 2030 in die Höhe treiben.
Die Studie zeigt auch potenziellen Gegenwind für den neuseeländischen Exportsektor auf. Eine schwächere US-Nachfrage nach globalen Gütern könnte das Wirtschaftswachstum der wichtigsten Handelspartner Neuseelands belasten und die Nachfrage nach seinen Exporten verringern.
Gleichzeitig könnten Exporteure einem härteren Wettbewerb auf den internationalen Märkten ausgesetzt sein, da andere Länder Waren, die ursprünglich für die USA bestimmt waren, an alternative Bestimmungsorte umleiten.
Trotz dieser Herausforderungen sagte die RBNZ, dass die Gesamtauswirkungen auf das reale Wirtschaftswachstum Neuseelands voraussichtlich relativ bescheiden bleiben werden.
Im Basisszenario der Bank sinken die Exporte aus Neuseeland in die USA im ersten Jahr nach Zollerhöhungen um rund 13 %. Mit der allmählichen Anpassung der globalen Handelsmuster verringert sich der Rückgang bis 2040 auf etwa 6 %.
Die Analyse berücksichtigt bis zum 31. Juli 2025 angekündigte Zollmaßnahmen. Letzten Monat führte US-Präsident Donald Trump einen vorübergehenden globalen Einfuhrzoll von 10 % wieder ein, nachdem frühere Zölle vom Obersten Gerichtshof aufgehoben worden waren, und leitete gleichzeitig neue Untersuchungen ein, die die Einführung weiterer Zölle ermöglichen könnten.
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Nächste RBNZ-Entscheidung fällig am 8. April:

