Die Gruppe ist diejenige, die das berüchtigte Penn Wharton Budget Model (PWBM) verwaltet, das Haushaltsprognosen und Wirtschaftsanalysen wichtiger US-Gesetze ohne Interessenvertretung liefert. Und ihren Schätzungen zufolge könnten die USA Zollrückerstattungen in Höhe von über 175 Milliarden US-Dollar schulden, sollte der Oberste Gerichtshof gegen Trumps weitreichende Notzölle entscheiden.
Zur Erinnerung: Der Oberste Gerichtshof wird im Laufe des heutigen Tages Stellungnahmen und Entscheidungen fällen. Und das bedeutet, dass eine Entscheidung über Trumps Zölle auf der Tagesordnung stehen könnte. Im Vorfeld der Ankündigungen an den Entscheidungstagen wird es hierzu natürlich keine Bestätigung geben. Merken Sie sich das also einfach.
Nach dem heutigen Tag wird es nächste Woche am 24. und 25. Februar weitere Entscheidungstage geben. Zur Erinnerung: Das Gericht hat bis Juni Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Aber angesichts der Bedeutung und des Gewichts von Trumps Zöllen ist zu erwarten, dass sie eher früher als später ein Urteil verkünden werden.
Zurück zur PWBM-Schätzung von über 175 Milliarden US-Dollar: Das ist nichts, worüber man sich lustig machen kann. Dieser Betrag selbst wird die gesamten Steuerausgaben des Verkehrsministeriums (ca. 128 Milliarden US-Dollar) und des Justizministeriums (ca. 45 Milliarden US-Dollar) zusammen im Jahr 2025 übersteigen.
Und das wird sich auch stark auf die Zolleinnahmen auswirken, die das Congressional Budget Office in den nächsten zehn Jahren auf etwa 300 Milliarden US-Dollar pro Jahr schätzt.
Jetzt möchte ich nur sagen, dass der gesamte Prozess der „Rückerstattung“ keine leichte Aufgabe sein wird. Tatsächlich wird es nicht nur aus finanzieller, sondern auch aus rechtlicher Sicht viele Komplikationen geben. Einige Denkanstöße:
- Wer hat es verdient, in Bezug auf Rückerstattungen zuerst bezahlt zu werden? In welcher Reihenfolge erfolgt eine Auszahlung?
- Haben auch Verbraucher und Einzelhändler eine Rückforderung verdient? Dies insbesondere, da die Zölle offensichtlich auf sie abgewälzt wurden.
- Was passiert mit dem Bundeshaushalt, wenn man jetzt die 175 Milliarden Dollar herausnimmt?
- Und was, wenn die US-Regierung beschließt, „Zollgutschriften“ anzubieten, anstatt den vollen Betrag auszuzahlen?

