Der Gesamt-VPI in den USA sank im November gegenüber dem Vorjahr von 3,0 % auf 2,7 % und entsprach damit den Erwartungen Aufwärtstrend auf 3,1 %. Allerdings nehmen Analysten die Zahlen mit Vorsicht auf, da das Bureau of Labor Statistics (BLS) aus diesem Grund seit Oktober keine Daten erfasst hat Schließung der Regierung.
Wichtige Erkenntnisse
- Der Gesamt-VPI stieg im Jahresvergleich um 2,7 % im November, gegenüber 3,0 % im September
- Der Kern-VPI (ohne Nahrungsmittel und Energie) stieg jährlich um 2,6 %während die zweimonatige Veränderung gegenüber September einen Anstieg von 0,2 % aufwies
- Daten für Oktober fehlen aufgrund verfallener staatlicher Mittel, was zu einer Lücke im Monatsvergleich führt
- Die Kosten für Unterkünfte stiegen nur 0,2 % über den Zweimonatszeitraum, was im Widerspruch zu den Daten des Privatsektors steht und Bedenken hinsichtlich der Datenqualität aufwirft
- Die Benzinpreise sorgten für eine echte disinflationäre Linderungund fielen auf den niedrigsten Stand seit über vier Jahren
Link zum offiziellen BLS US-Verbraucherpreisindex (November 2025)
Die BLS berichtete, dass die Kosten für Unterkünfte zwischen September und November nur um 0,2 % gestiegen seien, eine Zahl, die nicht mit den Mietdaten des privaten Sektors übereinzustimmen schien und Marktbeobachtern zufolge grundlegende Plausibilitätstests nicht besteht. Schließlich könnten das Fehlen einer Oktober-Sammlung und die begrenzten November-Sammelperioden zu erheblichen Verzerrungen bei den Saisonbereinigungsfaktoren und der Trendanalyse geführt haben.
Trotz Bedenken hinsichtlich der Datenqualität scheinen bestimmte Elemente des November-Berichts zuverlässiger zu sein. Die Benzinpreise setzten ihren stetigen Rückgang fort, wobei der nationale Durchschnitt unter 3 US-Dollar pro Gallone fiel und den niedrigsten Stand seit Anfang 2021 erreichte.
Eine weitere einmalige Quelle für Datenverzerrungen könnte auch auf einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Preisangeboten für November zurückzuführen sein, der wahrscheinlich auf den Black Friday-Rabattzeitraum zurückzuführen ist, da die VPI-Datenerfassung am 14. November nach der Schließung wieder aufgenommen wurde.
Marktreaktionen
US-Dollar vs. Hauptwährungen: 5 Min
Overlay von USD gegenüber Hauptwährungen Diagramm von TradingView
Der Dollar, der sich im Vorfeld der Veröffentlichung des US-VPI konsolidiert hatte und eine leichte Abwärtstendenz zeigte, erlebte zunächst innerhalb weniger Minuten nach Bekanntwerden der schwächeren Schlagzeilen einen Ausverkauf.
Allerdings schien die Währung etwa eine Stunde nach Veröffentlichung des Berichts ihren Tiefpunkt erreicht zu haben, da Marktanalysten Zweifel an der Zuverlässigkeit der Daten aufkommen ließen. Mitten in der US-Sitzung konnte der Dollar seine Verluste gegenüber dem GBP (-0,27 %) bald ausgleichen und gleichzeitig die Rückgänge nach dem Verbraucherpreisindex gegenüber dem EUR (0,00 %) und dem CAD (-0,07 %) ausgleichen.
Die kurze Reaktion des Marktes auf die CPI-Ergebnisse spiegelte wahrscheinlich die Skepsis der Händler wider und schränkte jegliche Richtungswetten im Zusammenhang mit den politischen Erwartungen der Fed ein.

