Es waren zunächst 212.000 Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in der Woche bis zum 21. Februar, berichtete das US-Arbeitsministerium (DOL) am Donnerstag. Dieser Druck folgte auf 208.000 (revidiert von 206.000), die in der Vorwoche verzeichnet wurden, und fiel etwas besser aus als die Markterwartung von 215.000. In diesem Zeitraum lag der gleitende 4-Wochen-Durchschnitt bei 220,25.000.
„Die Vorabzahl für die saisonbereinigte versicherte Arbeitslosigkeit betrug in der Woche bis zum 14. Februar 1.833.000, ein Rückgang um 31.000 gegenüber dem revidierten Wert der Vorwoche“, stellte das DOL in seiner Pressemitteilung fest.
Marktreaktion
Diese Zahlen lösten keine nennenswerte Marktreaktion aus. Zum Zeitpunkt der Drucklegung notierte der US-Dollar-Index (USD) an diesem Tag geringfügig höher bei 97,70.
Häufig gestellte Fragen zur Beschäftigung
Die Arbeitsmarktbedingungen sind ein Schlüsselelement für die Beurteilung der Gesundheit einer Volkswirtschaft und somit ein wichtiger Faktor für die Währungsbewertung. Eine hohe Beschäftigung bzw. niedrige Arbeitslosigkeit hat positive Auswirkungen auf die Verbraucherausgaben und damit auf das Wirtschaftswachstum und steigert den Wert der lokalen Währung. Darüber hinaus kann ein sehr angespannter Arbeitsmarkt – eine Situation, in der es an Arbeitskräften zur Besetzung offener Stellen mangelt – auch Auswirkungen auf die Inflationsrate und damit auf die Geldpolitik haben, da ein geringes Arbeitskräfteangebot und eine hohe Nachfrage zu höheren Löhnen führen.
Die Geschwindigkeit, mit der die Gehälter in einer Volkswirtschaft steigen, ist für die politischen Entscheidungsträger von entscheidender Bedeutung. Ein hohes Lohnwachstum bedeutet, dass die Haushalte mehr Geld zum Ausgeben haben, was in der Regel zu Preissteigerungen bei Konsumgütern führt. Im Gegensatz zu volatileren Inflationsquellen wie den Energiepreisen wird das Lohnwachstum als Schlüsselkomponente der zugrunde liegenden und anhaltenden Inflation angesehen, da Gehaltserhöhungen wahrscheinlich nicht rückgängig gemacht werden. Zentralbanken auf der ganzen Welt achten bei Entscheidungen über die Geldpolitik genau auf Daten zum Lohnwachstum.
Welches Gewicht jede Zentralbank den Arbeitsmarktbedingungen beimisst, hängt von ihren Zielen ab. Einige Zentralbanken haben explizit arbeitsmarktbezogene Mandate, die über die Kontrolle des Inflationsniveaus hinausgehen. Die US-Notenbank (Fed) beispielsweise hat den doppelten Auftrag, maximale Beschäftigung und stabile Preise zu fördern. Unterdessen besteht die einzige Aufgabe der Europäischen Zentralbank (EZB) darin, die Inflation unter Kontrolle zu halten. Dennoch und ungeachtet aller Mandate sind die Arbeitsmarktbedingungen ein wichtiger Faktor für politische Entscheidungsträger, da sie als Indikator für die Gesundheit der Wirtschaft und ihren direkten Zusammenhang mit der Inflation wichtig sind.

