Die jüngste NBC-Umfrage zeigt, dass Trumps Zustimmung unter den registrierten Wählern von 47 % im März 2025 um 3 Punkte auf 44 % gesunken ist, wobei die Ablehnung auf 54 % gestiegen ist. Der DDHQ-Umfragedurchschnitt zeichnet mit 43,1/54,4 ein ähnliches Bild.
Entscheidend für die Märkte ist hier die mittelfristige Aufstellung. Trump selbst weist auf das Risiko hin und weist auf das historische Muster hin, dass die Partei des Weißen Hauses bei Zwischenwahlen abgestraft wird. Wenn die Republikaner im Kongress an Boden verlieren, verändert das die Gesetzgebungslandschaft in Bezug auf Steuerpolitik, Zölle und Deregulierung – die allesamt bis zu einem gewissen Grad in den aktuellen Aktienbewertungen eingepreist sind.
Die Zahlen zu den einzelnen Themen sind aussagekräftig: Umfragen zur Grenzsicherheit stimmen mit 53 % überein, aber die Einwanderungspolitik liegt im Großen und Ganzen bei nur 44 % und die Iran-Politik bei 41 %. Die Bearbeitung der Epstein-Akte und die Gegenreaktion bei der Einwanderung sorgen für Widerstand.
Die breitere Lesart ist, dass das politische Kapital schwindet, und das hat Auswirkungen darauf, wie viel von der wachstumsfördernden Agenda tatsächlich vor November durchgesetzt werden kann, insbesondere wenn Iran und Epstein die Agenda dominieren.
Die nächste große Frage ist, ob er einem inneren Druck ausgesetzt wird, den Krieg schnell zu beenden. Die Republikaner geben sicherlich bereits zu, dass das Repräsentantenhaus verloren gehen wird, aber der Senat ist zunehmend im Spiel, da ein Krieg im Nahen Osten einen Teil seiner Wahlkoalition desillusionieren wird.
Bei Polymarket liegen die Republikaner nun bei 53 % und die Demokraten bei 48 %. Für die Demokraten ist es eine sehr schwierige Lage, aber abgesehen von Maine und North Carolina sind die Chancen gering. Sollte Trump die Kontrolle über die Tagesordnung des Senats verlieren, werden die letzten beiden Amtsjahre für ihn miserabel und er würde keine seiner Kandidaten für den Obersten Gerichtshof wählen, sollte eine Stelle frei werden. Es würde auch gnadenlose Untersuchungen seiner Regierung und seines Kabinetts bedeuten.
So etwas könnte eine starke Motivation sein, die Ölpreise so schnell wie möglich wieder auf die 60-Dollar-Marke zu senken. Aber will Iran verhandeln?

