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FTSE 100 Investoren, die unterstützt haben Fresnillo (LSE: FRES) verzeichneten vor zwei Jahren außergewöhnliche Zuwächse. Nach einem fast zehnfachen Anstieg ist der Aktienkurs von seinen Höchstständen inzwischen um rund 25 % abgestürzt. Ist die Party also vorbei – oder ist dieser Absturz die Gelegenheit, auf die langfristige Anleger gewartet haben?
Absturz des Aktienkurses
Ich sehe zwei Hauptgründe für die jüngste 25 % Rückgang im Aktienkurs des Bergmanns. Das Erste liegt auf der Hand: die Preise. Silber stieg Anfang des Jahres auf 120 Dollar pro Unze, und selbst nachdem es auf 79 Dollar gefallen ist, ist es immer noch mehr als dreimal so hoch wie noch vor ein paar Jahren.
Aber die größere Geschichte ist die Produktion. Obwohl in diesem Monat Rekordergebnisse erzielt wurden, ging die Produktion zurück – Silber fiel um 13,5 % und Gold 5 %.
Mit Blick auf das Geschäftsjahr 26 wird eine Silberproduktion im Bereich von 42 bis 46 Millionen Unzen prognostiziert, bevor sie im Jahr 2027 wieder auf 50 Millionen Unzen ansteigt.
Darüber hinaus stellt das Unternehmen die Weichen für zukünftiges Wachstum. Die Investitionsausgaben steigen stark an und zielen auf Minenoptimierungs- und Entwicklungsprojekte ab.
Die Exploration beschleunigt sich, sechs fortgeschrittene Projekte sind derzeit in der Pipeline, zwei mehr als im letzten Jahr. Und durch die jüngste Barübernahme von Probe Gold in Quebec wird die Ressourcenbasis sofort um 10 Mio. Unzen Gold erweitert, während der Bergmann Zugang zu etablierter Infrastruktur und qualifizierten Teams erhält.
Mit einem klaren Plan, die Ressourcen und die Produktion zu steigern, hängt die langfristige Attraktivität des Bergbauunternehmens nun davon ab, ob die Gold- und Silberpreise in den kommenden Jahren stark bleiben können.
Strategisches Kapital
Silber und Gold sind nicht mehr nur Anlageinvestitionen – sie sind von entscheidender Bedeutung für die nationale Sicherheit. Sowohl die USA als auch China haben Silber als „kritisches Mineral“ eingestuft, und strategische Käufer gehen stillschweigend vor, um es zu sichern, bevor es benötigt wird.
Diese Regierungen nehmen zusammen mit anderen großen Akteuren stillschweigend physische Metalllieferungen entgegen – nicht, um auf kurzfristige Preisschwankungen zu reagieren, sondern um die Versorgung für Produktion, Technologie und Verteidigung sicherzustellen.
Gleichzeitig steigt die weltweite Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, Solarpaneelen, 5G und fortschrittlicher Elektronik weiter, während die Produktion Schwierigkeiten hat, Schritt zu halten. Es dauert über ein Jahrzehnt, bis neue Minen in Betrieb gehen, was zu strukturellen Engpässen führt. Selbst wenn die Preise steigen oder fallen, zeigt die Akkumulation durch strategische Käufer keine Anzeichen einer Verlangsamung.
Für Anleger ist die Erkenntnis klar: Der Markt mag volatil erscheinen, aber die zugrunde liegende Knappheit und strategische Bedeutung dieser Metalle könnte die Erträge von Fresnillo über Jahre hinweg stützen und den Grundstein für langfristige Gewinne jenseits des täglichen Preisrauschens legen.
Steigende Kosten
Auch bei starken Metallpreisen ist Fresnillo nicht vor Risiken gefeit. Der größte Einzelkostenfaktor für jeden Bergmann ist die Energie – vom Betrieb der Maschinen bis zum Transport des Erzes – und wenn die Ölpreise wieder über 100 US-Dollar pro Barrel steigen, könnten die Margen schnell sinken.
Auch andere betriebliche Risiken bleiben bestehen. Der Bergbau ist ein erschöpfendes Geschäft: Die Erzlagerstätten gehen irgendwann zur Neige und ein Ersatz ist nicht garantiert. Auch Umweltvorschriften, Sicherheitsvorschriften und kapitalintensive Projekte wie die Vertiefung von Schächten oder der Ausbau von Absetzbecken können die Kosten in die Höhe treiben.
Fazit
Der Aktienkurs von Fresnillo ist in den letzten zwei Jahren stark gestiegen, hat aber in den letzten 12 Monaten auch zweimal den „Crash-Territorium“ erreicht, wobei jeder Rückgang mehr als 20 % betrug.
Volatilität ist unvermeidlich, aber Überzeugungen sind genauso wichtig wie Charts. Da erwartet wird, dass Gold und Silber stark bleiben, habe ich diesen Rückgang genutzt, um meine Bestände aufzustocken.

