Die Produktionstätigkeit im Euroraum brach im Dezember ein, wobei der Gesamtwert vor dem Hintergrund eines erneuten Produktionsrückgangs ein 9-Monats-Tief erreichte. Die Nachfragebedingungen zeigen erneut Schwäche und die Auftragseingänge gehen so schnell zurück wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Der allgemeine Geschäftsoptimismus bleibt weiterhin bestehen, wobei der Rückgang hier zumindest relativ gering ausfällt. Wir müssen abwarten, wie sich die Dinge zu Beginn des Jahres 2026 entwickeln, um sicher zu sein, wie sich die Wirtschaft als nächstes entwickelt.
An der Inflationsfront gibt es ein wenig Schluckauf, da die Inflationsrate der Inputkosten auf ein 16-Monats-Hoch klettert. Das wird also etwas sein, worüber sich die politischen Entscheidungsträger der EZB im Klaren sein müssen. HCOB stellt fest, dass:
„Die Nachfrage nach Fertigprodukten aus der Eurozone schwächt sich erneut ab. Deutlich weniger Bestellungen, rückläufige Auftragsbestände und ein anhaltender Lagerabbau sind dafür die deutlichsten Indikatoren. Es ist nicht verwunderlich, dass die Unternehmen in diesem Umfeld weiterhin Personal abbauen. Die Unternehmen scheinen weder in der Lage noch willens zu sein, für das kommende Jahr Schwung aufzubauen, sondern lassen stattdessen Vorsicht walten, was Gift für die Konjunktur ist.“
„Das verarbeitende Gewerbe befindet sich seit Mitte 2022 fast ununterbrochen in der Rezession. 2025 zeichnete sich ab als das Jahr, in dem die Konjunktur in diesem Sektor die Wende schaffen könnte. Tatsächlich hat sich der Abschwung deutlich abgeschwächt, aber es ist nicht gelungen, auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu wechseln. Für 2026 besteht jedoch die Hoffnung, dass das deutsche Konjunkturprogramm und die steigenden Verteidigungsausgaben in ganz Europa der Branche neues Leben einhauchen werden. Das sehen offenbar auch viele Unternehmen so, als Zuversicht für die Produktion.“ in einem Jahr höher sein wird als heute, ist von einem ohnehin schon hohen Niveau noch einmal gestiegen.
„Die Inputpreise sind den zweiten Monat in Folge gestiegen. An den Energiepreisen kann das nicht liegen, denn im Dezember fielen die Öl- und Erdgaspreise. Allerdings verzeichneten Industriemetalle wie Kupfer und Zinn einen starken Anstieg, nachdem sie im Jahresverlauf bereits zweistellig verteuert hatten. Dennoch ist es überraschend, dass es den Unternehmen trotz der schwachen Wirtschaftslage offenbar nicht gelingt, niedrigere Preise für Waren durchzusetzen, deren Preise weniger vom Weltmarkt abhängig sind. Eine Erklärung könnten Lieferkettenprobleme sein, die sich in längeren Lieferzeiten zeigen.“ Kurz gesagt, es läuft nicht rund.
„Im Dezember gab es einige überraschende regionale Entwicklungen. Das verarbeitende Gewerbe in Spanien, das seit 2024 nahezu kontinuierlich expandierte, ist nun leicht in den Abwärtstrend gerutscht. Frankreichs verarbeitendes Gewerbe hingegen, das sich seit drei Jahren praktisch im Niedergang befindet, zeigt im Dezember wieder Lebenszeichen. Der starke Einbruch der deutschen und italienischen Industrie ist eine weitere Enttäuschung. Die relativ guten Leistungen in Griechenland und Irland können dies nicht kompensieren. Insgesamt wird es für das verarbeitende Gewerbe der Eurozone nicht einfach sein, Fuß zu fassen.“ 2026. Allerdings könnte eine expansive Finanzpolitik helfen.“

