- Vor 53,0
- Zusammengesetzter PMI 52,8 vs. 52,4 vorläufig
- Vor 52.5
Bessere Revisionen sowohl in Frankreich als auch in Deutschland führen dazu, dass die oben genannten Werte für die Eurozone sowohl für Dienstleistungen als auch für zusammengesetzte Drucke neue 30-Monats-Höchststände erreichen. Dies deutet auf ein relativ solides Wirtschaftswachstum in der Region zum Jahresende hin, was der EZB viel Spielraum geben wird, um die Pause bei den Zinssenkungen zu rechtfertigen. HCOB stellt fest, dass:
„Der Dienstleistungssektor im Euroraum zeigt deutliche Anzeichen einer Erholung. Die starke Entwicklung im Dienstleistungssektor konnte die Schwäche im verarbeitenden Gewerbe sogar mehr als ausgleichen, so dass die Wirtschaftsleistung im Euroraum im November etwas stärker wuchs als im Vormonat. Wir erwarten daher, dass sich die Wachstumsrate im Schlussquartal des Jahres leicht beschleunigt.“
„Der Dienstleistungssektor der Eurozone wächst nun den sechsten Monat in Folge und mit dem schnellsten Tempo seit Mai 2023. Mit 53,6 ist der Indexstand weit entfernt von einem historischen Boom, der tendenziell in den hohen 50ern beginnt. Allerdings kann man mit Fug und Recht sagen, dass die Entwicklung relativ robust ist. Die geografische Breite der Erholung unterstützt diese Einschätzung. Für das kommende Jahr erwarten wir positive Impulse von der expansiven Finanzpolitik Deutschlands und dem anhaltend hohen Wirtschaftswachstum Spaniens.“ In Frankreich spricht die fragile politische Lage gegen eine zunehmende Dynamik. In Italien besteht weiterhin Hoffnung auf Effekte aus den EU-Next-Generation-Fonds, diese dürften jedoch vor allem in der Baubranche und nur indirekt bei den Dienstleistern spürbar sein.
„Die Inflationsrate im Dienstleistungssektor, den die EZB besonders aufmerksam beobachtet, hat sich gemessen an den Verkaufspreisen erneut deutlich abgeschwächt. Gleichzeitig ist die Kosteninflation höher, was mit einem nachlassenden, aber immer noch überdurchschnittlichen Lohnwachstum zusammenhängen dürfte. Insgesamt dürfte sich die EZB in ihrer klar kommunizierten Linie, die Zinsen auf der bevorstehenden Zentralbanksitzung unverändert zu lassen, bestätigt fühlen.“

