- Vorher +2,3 %
- HVPI +2,0 % gegenüber +2,0 % im Jahresvergleich vorläufig
- Vorher +2,6 %
Bezogen auf die jährliche Gesamtinflation ist der Dezemberwert der niedrigste des Jahres und der schwächste Wert seit September 2024. Allerdings sind die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahr 2025 um durchschnittlich 2,2 % gestiegen. Dies entspricht dem Durchschnittswert von 2024, der ebenfalls bei 2,2 % lag. Destatis stellt jedoch fest, dass dies zumindest ein Signal dafür sei, dass „sich die Verbraucherpreisentwicklung stabilisiert hat, seit sie in den Vorjahren deutlich über 2 % lag“.
Was die jährliche Kerninflationsrate betrifft, so wird diese für das gesamte Jahr 2025 bei 2,8 % liegen. Das sind gute Nachrichten für Deutschland, da der Trend weiterhin nachlässt, das Tempo des Rückgangs jedoch noch zu wünschen übrig lässt. In gewissem Zusammenhang lag dieser Wert bei 5,1 % im Jahr 2023 und 3,0 % im Jahr 2024. Der geringfügige Rückgang im Jahr 2025 ist also nicht allzu positiv, da die Kernpreise hartnäckiger zu sein scheinen.
Dies insbesondere, da es weiterhin deutlich über der wichtigen 2-Prozent-Schwelle liegt, die die EZB in Europas größter Volkswirtschaft weiterhin im Auge behält.
Betrachtet man die Aufschlüsselung, bleibt die Inflationsrate im Dienstleistungssektor für das Jahr stabil bei 3,5 %. Dies steht im Vergleich zur Schätzung von 4,4 % im Jahr 2023 und 3,8 % im Jahr 2024. Dies liegt erneut deutlich über der angestrebten 2 %-Marke. Bemerkenswert ist, dass der kombinierte Personenverkehr (+11,4 %), soziale Dienstleistungen (+8,7 %) und Versicherungen (+7,4 %) für Verbraucher im Durchschnitt spürbar teurer geworden sind.
Auch die Preise für viele andere Dienstleistungen wie stationäre Gesundheitsversorgung (+6,7 %), Fahrzeugwartung und -reparatur (+5,5 %), Pauschalreisen (+4,6 %) und Restaurantdienstleistungen (+4,0 %) sind von 2024 auf 2025 deutlich gestiegen.
Dies ist also ein Ort, der auch im Jahr 2026 stark unter die Lupe genommen wird.
Darüber hinaus stiegen die Preise für Waren im Jahr 2025 um 1,0 %, darunter auch die Lebensmittelpreise um 0,8 %. Zumindest ist dies also ein Ort, der an der Inflationsfront „besser“ schneidet.

