In letzter Zeit wurde viel darüber gesprochen Anstieg der US-Schuldenund das zu Recht. Allein in diesem Jahr ist es um mehr als 2 Billionen US-Dollar gestiegen. Noch besorgniserregender ist, dass die Zinszahlungen für die Schulden weiter steigen. Laut der Zusammenfassung des Congressional Budget Office für das Haushaltsjahr 2025 haben die Nettozinsen auf die Staatsschulden zum ersten Mal die Grenze von 1 Billion US-Dollar überschritten, da die Schulden weiter wachsen.
Selbst wenn die US-Notenbank die Zinsen trotz der starken Konjunktur und der anhaltenden Inflationsrisiken weiter senkt, dürften die Zinskosten kurzfristig nicht sinken. Die Staatsverschuldung wird voraussichtlich weiter steigen, insbesondere nach dem diesjährigen „One Big Beautiful Bill Act“, der dem CBO zufolge das Defizit im nächsten Jahrzehnt um 3,4 Billionen US-Dollar erhöhen wird.
Längerfristig sind die Aussichten nicht viel besser. Das langfristige Budget des CBO Ausblick Für 2025–2055 wird prognostiziert, dass die US-Schulden bis 2055 156 % des BIP erreichen könnten und dass sie nach diesem Datum voraussichtlich weiter steigen werden. Solch enorme Schulden könnten das Wirtschaftswachstum verlangsamen, die Zahlungen an ausländische Inhaber von US-Schulden erhöhen und ernsthafte Risiken für die finanzielle und wirtschaftliche Gesundheit des Landes darstellen.
Angesichts all dessen ist die Dollar-Index Es wird erwartet, dass sich die Lage abschwächt, und es ist unwahrscheinlich, dass die Renditen von Staatsanleihen in absehbarer Zeit sinken, selbst wenn die Fed ihre lockere Geldpolitik beibehält und der S&P 500 weiter steigt.
Es sei jedoch daran erinnert, dass die USA damit nicht allein sind. Neben Japan, wo die Staatsverschuldung 10 Billionen US-Dollar übersteigt – etwa das 2,4-fache des BIP des Landes – und die Zinszahlungen fast 25 % des Staatshaushalts verschlingen, steht auch China vor seinen eigenen Schuldenproblemen. Daten des IWF zeigen, dass Chinas Bruttoverschuldung im Verhältnis zum BIP in den letzten 15 Jahren von 33 % auf über 96 % gestiegen ist. Da China plant, seine Staatsausgaben im Jahr 2026 zu erhöhen, um das Wachstum in einem herausfordernden globalen Umfeld zu unterstützen, ist es unwahrscheinlich, dass sich die Lage bald verbessert.
Auf den ersten Blick mag es scheinen, dass Chinas Schuldensituation nicht so schlimm ist wie die der USA, aber diese Zahl berücksichtigt nicht die versteckten Schulden der lokalen Regierung. Legt man die breitere Definition des IWF zugrunde, steigt Chinas Gesamtstaatsverschuldung auf geschätzte 124 % des BIP, wenn außerbudgetäre lokale Verpflichtungen mit eingerechnet werden. Mittlerweile übersteigt die gesamte nichtfinanzielle Verschuldung 300 % des BIP.
Wenn die Schuldenlast Chinas weiter steigt, könnte dies zu höheren staatlichen Finanzierungskosten, lokalen Zahlungsausfällen und erhöhter Volatilität an den Aktienmärkten führen.

