Wichtige Erkenntnisse:
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Nach einem Preisverfall von 9 % erreichten die ETH-Futures-Liquidationen 224 Millionen US-Dollar, während die On-Chain-Aktivität des Netzwerks auf ein 12-Monats-Tief fiel.
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Die hohe Korrelation von ETH mit Bitcoin und massive Abflüsse aus börsengehandelten Fonds deuten auf ein weiteres Abwärtsrisiko für den Ether-Preis hin.
Äther (ETH) stürzte am Dienstag auf 1.800 US-Dollar ab und vernichtete innerhalb von 48 Stunden 224 Millionen US-Dollar an gehebelten bullischen Positionen. Dieser Preisverfall von 14 % in den letzten 10 Tagen hat die Top-Händler in die Defensive geführt. Options- und Futures-Daten, schleppende On-Chain-Aktivitäten und stetige Abflüsse aus börsengehandelten Ether-Spot-Fonds (ETFs) deuten allesamt auf eine wackelige Untergrenze bei 1.800 US-Dollar hin.
Nachdem die Nachfrage nach Put- (Verkauf) und Call-(Kauf)-Optionen von Montag bis Samstag einigermaßen ausgeglichen blieb, änderte sich die Lage am Dienstag schnell. Die Put-to-Call-Volumenprämie der ETH stieg auf das 2,2-fache, was ein plötzliches Ringen um Abwärtsschutz zeigt. Während einige möglicherweise Puts verkauft haben, um auf einen Preisanstieg zu wetten, scheint sich der breitere Markt auf mehr Volatilität einzustellen.

Der Options-Delta-Skew (Put-Call) lag am Dienstag bei 18 %, was bedeutet, dass Puts mit einem deutlichen Aufschlag gehandelt wurden. Diese einseitige Nachfrage zeigt, dass Absicherung derzeit Priorität hat. Hier besteht ein echter Mangel an Vertrauen, selbst wenn ETH 63 % unter seinem Allzeithoch liegt. Ein Großteil dieser Frustration ist auf einige ziemlich schwache On-Chain-Zahlen zurückzuführen.

Der auf Ethereum gesperrte Gesamtwert (TVL) ist auf 51 Milliarden US-Dollar gesunken, was den niedrigsten Stand seit Mai 2025 darstellt. Da weniger Einzahlungen bei dezentralen Anwendungen (DApps) eingehen, sind die Netzwerkgebühren in den letzten 30 Tagen auf 13,7 Millionen US-Dollar gesunken. Das ist weit entfernt von dem Durchschnitt von 33 Millionen US-Dollar Ende 2025. Händler befürchten, dass die ETH-Nachfrage nach Datenverarbeitung nicht so schnell zurückkehren wird.
Auch wenn es erwartet wurde, betrugen die jüngsten ETH-Verkäufe 7 Millionen US-Dollar verbunden mit Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin haben der Stimmung nicht geholfen. Der Mitbegründer von Ethereum hat im Januar 16.384 seiner persönlichen ETH-Bestände als Spenden zur Finanzierung datenschutzorientierter Technologien, Open-Source-Hardware und sicherer, überprüfbarer Softwaresysteme vorgesehen. Dennoch fügte die Optik der Bewegung einer ohnehin schon wackeligen Woche noch einen weiteren Abwärtsdruck hinzu.
Abflüsse aus Ether-ETFs haben die Anlegerstimmung nur noch schlimmer gemacht. Normalerweise bedeutet eine solche Bewegung, dass institutionelle Akteure das Interesse verlieren.
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Die in den USA notierten Ether-ETFs verzeichneten seit dem 11. Februar Nettoabflüsse in Höhe von 405 Millionen US-Dollar, was zu einem Rückgang des gesamten verwalteten Vermögens auf 12,4 Milliarden US-Dollar führte. Diese Verschiebung erfolgte genau zu dem Zeitpunkt, als der Goldpreis über 5.150 $ stieg. Laut gold.org haben Gold-ETFs in der Woche bis zum 20. Februar tatsächlich 822 Millionen US-Dollar eingenommen.
Die schwachen On-Chain- und Derivatedaten von Ether sind kein garantiertes Todesurteil. Allerdings schürt die Tatsache, dass Wale und Marktmacher sich auf weitere Abwärtsbewegungen einzustellen scheinen, definitiv die pessimistische Stimmung. Der Preis von Ether hängt auch von Bitcoin ab (BTC) derzeit, da die 20-Tage-Korrelation der Vermögenswerte in den letzten drei Wochen über 95 % geblieben ist.
Der Rückgang der ETH auf 1.800 US-Dollar hat zu einer Art Schleife geführt, in der Händler immer noch darüber rätseln, was diesen Krypto-Bärenmarkt wirklich antreibt. Diese Unsicherheit zwingt Händler dazu, mit Verlust zu verkaufen, und die Situation wird sich möglicherweise nicht ändern, während professionelle Händler Angst zeigen. Bis sich diese Derivatekennzahlen stabilisieren, wird die Wahrscheinlichkeit, dass ETH weiter abrutscht liegen noch auf dem Tisch.
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