Ethereum [ETH] Die Stimmung bei Derivaten hat sich deutlich pessimistisch verändert, da die Finanzierungszinsen bei Binance stark in den negativen Bereich tendierten. Anfangs blieb die Finanzierung bis Mitte 2025 überwiegend positiv, während ETH bei etwa 3.500 bis 4.500 US-Dollar gehandelt wurde. Allmählich schwächte sich der Trend ab, da die Preise bis Ende 2025 in Richtung 3.000 US-Dollar sanken.
Bald darauf änderten sich die Bedingungen dramatischer. Seit Anfang Februar Finanzierung ist unter -0,01 gefallen, was auf eine starke Short-Dominanz auf den ewigen Märkten hindeutet. Gleichzeitig ist die ETH Der Preis fiel in Richtung 2.000–2.100 US-Dollar, was einen starken Abwärtsdruck widerspiegelt.

Dieses Ungleichgewicht zeigt jedoch auch, dass es bei der Positionierung von Derivaten zu Engpässen kommt.
Historisch gesehen deutet eine solch extrem negative Finanzierung darauf hin, dass Händler aggressiv gegen den Markt wetten. Wenn sich ETH stabilisiert oder vom aktuellen Niveau erholt, könnten erzwungene Short-Liquidationen die Aufwärtsdynamik schnell verstärken und den Abwärtsdruck allmählich in Treibstoff für eine starke Erholungsrally umwandeln.
Überfüllte Shorts erhöhen das Liquidationsrisiko von Ethereum
Die zutiefst negativen Finanzierungsraten von Ethereum signalisierten bereits eine stark rückläufige Positionierung auf den Derivatemärkten.
Aufbauend auf diesem Trend hat sich das Engagement an den Börsen weiter ausgeweitet. Zum Zeitpunkt des Schreibens insgesamt Offenes Interesse (OI) belief sich auf nahezu 28 Milliarden US-Dollar, was auf die zunehmende Verschuldung unbefristeter Verträge zurückzuführen ist.


Auf den ersten Blick, Positionierung schien mit 49,6 % Long-Positionen gegenüber 50,4 % Short-Positionen ausgeglichen zu sein. Doch die Ausführungsdaten zeigen einen stärkeren Verkaufsdruck unter der Oberfläche. Bei Bybit und Binance weisen die Abnehmerströme eine Short-Dominanz von über 53 % auf, was durch eine Finanzierung nahe -0,0082 % bzw. -0,0033 % unterstützt wird.


Unterdessen wurde ETH bei Redaktionsschluss bei rund 2.070 US-Dollar gehandelt, was viele Short-Positionen nahezu angreifbar macht Liquidation Zonen über 2.154 $. Sollte der Preis in diesen Bereich steigen, kann eine erzwungene Deckung die überfüllte rückläufige Positionierung schnell in Aufwärtsvolatilität umwandeln.
Ethereum richtet potenzielle Short-Deckung ein
Die Derivatepositionierung von Ethereum bleibt stark short, doch Spot- und On-Chain-Signale deuten auf einen möglichen Umkehrdruck hin.
Zum Zeitpunkt der Drucklegung hielt sich ETH über dem 50-Perioden-EMA bei rund 2.050 US-Dollar. Dieses Niveau fungiert als kurzfristige Unterstützung, während höhere gleitende Durchschnitte als Overhead-Widerstand bleiben.


In der Zwischenzeit gruppieren sich stärkere Unterstützungsniveaus um 2.000 bis 1.950 US-Dollar, wo Erholungen zu sichtbaren Anhäufungen geführt haben. Gleichzeitig zeigt die On-Chain-Aktivität einen verringerten Verkaufsdruck.
Die Börsen-Netflows bleiben stabil bis leicht negativ, während DeFi TVL hält fast 56,3 Milliarden US-Dollar. Insbesondere große Protokolle wie Lido-Finanzenmit einem Einsatz von 19,2 Milliarden US-Dollar, unterstreicht die fortgesetzte Nutzung von Ethereum.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Widerstand zwischen 2.100 und 2.150 US-Dollar. Ein Durchbruch über diese Zone könnte kurzfristige Liquidationen und Finanzierungsumkehrungen auslösen und möglicherweise überfüllte rückläufige Wetten in eine schnelle Aufwärtsdynamik umwandeln.
Abschließende Zusammenfassung
- Ethereum hat stark negative Finanzierungsraten und einen OI von 28 Milliarden US-Dollar, was auf eine überfüllte Short-Positionierung hindeutet, die die Volatilität verstärken könnte, wenn sich die Preisdynamik verschiebt.
- Der Markt ist anfällig für eine schnelle Erholung, da ETH über dem Unterstützungsniveau von 2.050 $ bleibt, während sich Short-Positionen um das Liquidationsniveau von 2.153 $ gruppieren.

