- Der Vorhang für eine neue Weltordnung hebt sich
- Die USA verhalten sich für einen Verbündeten sehr seltsam
- Die europäischen Länder wären viel stärker, wenn sie nichttarifäre Handelshemmnisse abschaffen würden
- Wir können bei Wachstum, Produktivität und Schulden bessere Ergebnisse erzielen
- Die Inflation in der Eurozone ist unter Kontrolle
- Zölle würden einen sehr geringen Aufwärtseffekt auf die Inflation haben
- Die deutsche Wirtschaft wäre von den Zöllen stärker betroffen als die französische
- Die Geldpolitik ist in einer guten Position
EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprach auf einer Diskussionsrunde beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Sie betonte den Übergang zu einer neuen unvorhersehbaren Ära, einer „neuen Weltordnung“, in der globale Zusammenarbeit, Freihandel und US-Führung durch etwas Fragmentierteres ersetzt werden.
Sie sprach auch über die Wirtschaft der Eurozone und darüber, wie die Abschaffung der nichttarifären Handelshemmnisse die europäischen Länder deutlich stärken würde. Ein „nichttarifäres Handelshemmnis“ ist eine Regel, Verordnung oder ein bürokratischer Rahmen, den ein Unternehmen überwinden muss, um seine Waren in einem anderen Land zu verkaufen.
Lagarde bekräftigte, dass die Inflation in der Eurozone unter Kontrolle sei und dass die Zölle nur einen geringen Auftriebseffekt auf die Inflation haben würden. Sie fügte außerdem hinzu, dass die deutsche Wirtschaft stärker von Zöllen betroffen sein würde als die französische Wirtschaft, da die deutsche Wirtschaft viel stärker auf Exporte angewiesen sei.
Abschließend bezeichnete sie die Geldpolitik als in einer guten Position und bekräftigte im Wesentlichen ihre neutrale Haltung, während man abwarte, wie sich die Dinge in den nächsten Monaten entwickeln. Zur Erinnerung: Die EZB hat den Leitzins auf 2,00 % angehoben, was genau in der Mitte ihrer geschätzten neutralen Zinsspanne von 1,75 % bis 2,25 % liegt. Die Inflation ist seit einigen Monaten unter Kontrolle.

