Michael Barr, Mitglied des Gouverneursrats der Federal Reserve, hat zur Vorsicht und einer strengen Stablecoin-Überwachung aufgerufen.
Während einer kürzlichen Diskussion über das Stablecoin-Gesetz hat die GENIUS-GesetzBarr hob die wichtigsten Einsatzmöglichkeiten der Produkte hervor, darunter Krypto-Handel, günstigere Überweisungen und Ersparnisse im Ausland.
Er äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich der Erleichterung der Terrorismusfinanzierung durch Stablecoins und der Gefahr für die Finanzstabilität.
Nun, Chainalysis-Daten gehen davon aus, dass Stablecoins mittlerweile 84 % der illegalen Kryptoaktivitäten ausmachen. Dies ist ein enormer Anstieg von nur 15 % im Jahr 2020. Hacker nutzen jetzt Stablecoins und P2P-Transaktionen, um Sanktionen zu umgehen.
Um dies einzudämmen, empfahl Barr,
Um diese Risiken zu begrenzen, müssen sowohl regulatorische als auch technologische Lösungen eingesetzt werden.
Trotz des Anstiegs insgesamt illegale Aktivität macht nur weniger als 1 % der gesamten Kryptotransaktionen aus.
Zum Risiko der Finanzstabilität verwies Barr auf die „lange und schmerzhafte Geschichte“ konkurrierender Privatgelder (Banknoten) im 19. Jahrhundert, die zu Bank-Runs und Finanzpaniken führten, weil sie unterdurchschnittlich gehandelt wurden.
Die Ursache? Minderwertige Währungsreserven und schwache Schutzmaßnahmen. Barr fügte hinzu:
Eine strenge Kontrolle der Währungsreserven in Verbindung mit Aufsicht, Kapital- und Liquiditätsanforderungen und anderen Maßnahmen könnte die Stabilität von Stablecoins verbessern und sie zu praktikableren Zahlungsinstrumenten machen.
Dies ist Teil des Regelsetzungsprozesses, da die Regulierungsbehörden darum kämpfen, die Frist für die Umsetzung im Juli 2026 einzuhalten GENIUS-Gesetz. Bisher haben OCC und NCUA ausgestellt vorgeschlagene Regeln für dasselbe. Es wird erwartet, dass die Fed und andere Regulierungsbehörden diesem Beispiel folgen und die Leitlinien bis Anfang des dritten Quartals fertigstellen.
Stablecoins: USD-basiert im Vergleich zu anderen
Für Emittenten bietet das GENIUS-Gesetz klare Regeln. Aber für die US-Regierung ist es eine immer wichtigere Nachfragelinie Staatsanleihen zur Finanzierung seiner Schulden.

Obwohl USD-basierte Versionen (USDT, USDC) den aktuellen 315-Milliarden-Dollar-Stablecoin-Markt dominieren, gibt es auch Nicht-USD-Alternativen Rekordwachstum. Seit 2023 sind die Nicht-USD-Stablecoins von 350 Millionen US-Dollar auf 1,2 Milliarden US-Dollar gestiegen. Das ist eine dreifache Expansion, die das Wachstum der USD-Stablecoins übersteigt und größtenteils von auf Euro basierenden Alternativen dominiert wird.
Über währungsbasierte Maßnahmen hinaus entfallen über 60 % der weltweiten Stablecoin-Aktivitäten auf Asien, hauptsächlich angetrieben durch den Korridor Singapur–Japan–Hongkong–China. Interessanterweise drängen diese Jurisdiktionen auf Stablecoin-Regeln, die dies könnten Beschränkung auf USD-Basis Optionen. Es ist unklar, wie sich diese Veränderungen in den kommenden Monaten auf die aktuelle Dynamik des Stablecoin-Marktes auswirken werden.
Abschließende Zusammenfassung
- Barr von der Fed forderte eine strenge Überwachung der Stablecoins, um eine Wiederholung der „schmerzhaften“ Bankruns des 19. Jahrhunderts aufgrund privater Gelder zu vermeiden.
- Der Stablecoin-Markt könnte vor großen Veränderungen stehen, da wichtige globale Einführungsjurisdiktionen darüber nachdenken, USD-basierte Alternativen einzuschränken.

