Die endgültige Schätzung hat sich gegenüber der vorläufigen Schätzung kaum verändert, da das verarbeitende Gewerbe in Frankreich zum Abschluss des Jahres 2025 einen leichten Aktivitätssprung verzeichnete. Ein starker Anstieg der neuen Exportaufträge war der Hauptgrund für die Stimmungsaufhellung, während auch die Beschäftigungsbedingungen im Laufe des Monats wieder zu einem Wachstum zurückkehrten. Unterdessen stabilisierten sich auch die Produktionsmengen nach dem starken und beschleunigten Rückgang im November nahezu. HCOB stellt fest, dass:
„Das Jahr 2025 endet überraschend positiv. Die Geschäftsbedingungen im französischen verarbeitenden Gewerbe verbesserten sich im Dezember, wobei der PMI wieder über die Wachstumsschwelle kletterte und den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren erreichte. Auch wenn dies nicht über die strukturellen Herausforderungen der letzten Jahre hinwegtäuschen sollte, ist es dennoch ein Schritt in die richtige Richtung. Mit Blick auf die Zukunft könnte der Sektor von Großaufträgen in den Bereichen Verteidigung und Luft- und Raumfahrt profitieren, insbesondere aus dem Ausland, da sich die Exportnachfrage bereits als widerstandsfähiger erwiesen hat als die Inlandsaufträge Dennoch bleiben die anhaltende politische Instabilität und die daraus resultierende Unsicherheit bei Unternehmen und Haushalten die größten Belastungen für die Zukunftsaussichten.
„Nach mehreren Monaten des Rückgangs hat sich die Produktion in den französischen Produktionsstätten im Dezember weitgehend stabilisiert. Robuste Exportaufträge waren eine wichtige Stütze, auch wenn der Druck auf die Lieferketten und das vorsichtige Kundenverhalten die Produktion weiterhin begrenzen.
„Die leichte Verbesserung der Geschäftsbedingungen hat die Unternehmen dazu veranlasst, die Preise nach drei aufeinanderfolgenden Monaten mit Preissenkungen erneut anzuheben, wahrscheinlich mit dem Ziel, den Umsatz anzukurbeln. Die Inflation der Inputkosten bleibt gedämpft und sorgt für eine gewisse Entlastung, aber der Margendruck wird bestehen bleiben, wenn die Nachfrage nicht weiter steigt.“

