Prasanna Gai, Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der Reserve Bank of New Zealand, warnte davor, dass globale Kräfte die Wirtschaftslandschaft verändern und die Aussichten trüben, und argumentierte, dass sich die politischen Entscheidungsträger an eine Welt anpassen müssen, die von geopolitischen Spannungen, Klimarisiken und anhaltenden Lieferkettenspannungen geprägt ist.
In seiner Rede auf dem Ethnic Xchange Symposium in Auckland sagte Gai, dass die Welt in eine neue Ära des internationalen Handels eintritt, in der die „Neufassung des Regelwerks“ zu erhöhter Unsicherheit für Haushalte, Unternehmen und politische Entscheidungsträger führt. Diese Instabilität, so argumentierte er, erfordere von den Zentralbanken eine innovativere Gestaltung ihrer politischen Rahmenbedingungen.
Gai betonte, dass die Geldpolitik die Erwartungen mit einem stabilen, bedingten Narrativ verankern muss, das als Orientierung für das Verhalten dient, wenn die Aussichten düster werden. Zentralbanken, sagte er, „müssen den Ton für die Wirtschaftsdiskussion angeben“, indem sie die Art und Weise beeinflussen, wie Millionen von Entscheidungen getroffen werden, anstatt nur auf kurzfristige Entwicklungen zu reagieren.
Er fügte hinzu, dass die Finanzpolitik in diesem Umfeld auch eine größere Verantwortung trage und auf Klarheit, Kohärenz und langfristigem strategischem Denken basieren müsse, um den breiteren wirtschaftlichen Weg zu unterstützen.

