Der Britisches Pfund (GBP) gibt am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar (USD) nach, wobei der Greenback aufgrund der Abwärtsbewegung leichte Unterstützung findet Liquidität während der verkürzten US-Feriensitzung. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels handelt GBP/USD um die 1,3500 und gibt leicht nach, nachdem es kurzzeitig ein Intraday-Hoch bei 1,3534 erreicht hatte, den höchsten Stand seit dem 19. September.
Die Märkte reagierten gedämpft auf die jüngsten wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten, die gemischte Signale lieferten. Anfänglich Anträge auf Arbeitslosenunterstützung sank von 224.000 in der Vorwoche auf 214.000 und lag damit unter der Marktprognose von 223.000. Unterdessen stiegen die Anträge auf fortlaufende Arbeitslosenunterstützung von 1,885 Millionen auf 1,923 Millionen, während der Vierwochendurchschnitt der Erstanträge von 217,5.000 auf 216,75.000 sank.
Trotz einer kurzfristigen Erholung steht der US-Dollar weiterhin unter anhaltendem Druck, da die Erwartung einer weiteren Lockerung der Geldpolitik durch die Federal Reserve (Fed) bis 2026 den Greenback weiterhin belastet und das GBP/USD-Paar weiterhin gut unterstützt. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb aus sechs Hauptwährungen misst, liegt bei etwa 97,95 und damit knapp über seinem niedrigsten Stand seit dem 3. Oktober.
Die Märkte gehen allgemein davon aus, dass die Fed die Zinssätze auf ihrer Januar-Sitzung unverändert lassen wird, wobei das CME FedWatch Tool nur eine Wahrscheinlichkeit von 13 % für eine Zinssenkung anzeigt. Nach der geldpolitischen Entscheidung im Dezember sagte Fed-Chef Jerome Powell, die Zentralbank sei „gut aufgestellt, um abzuwarten, wie sich die Wirtschaft entwickelt.“ Dennoch erwarten die Anleger eine Rückkehr zur Lockerung im späteren Jahresverlauf, da die Märkte derzeit zwei Zinssenkungen im Jahr 2026 einpreisen.
Auf britischer Seite bleiben die geldpolitischen Aussichten im Großen und Ganzen unterstützend für das Pfund Sterling. Es wird erwartet, dass die Bank of England (BoE) im Jahr 2026 vorsichtig vorgehen wird, nachdem sie auf ihrer Sitzung im Dezember signalisiert hatte, dass die Zinssätze zwar im Laufe der Zeit sinken könnten, künftige politische Entscheidungen aber „enger werden“, was die Erwartungen eines aggressiven Lockerungszyklus dämpft.
Prognosen von UBS zufolge dürfte die BoE im Jahr 2026, möglicherweise in der ersten Jahreshälfte, zwei weitere Zinssenkungen um 25 Basispunkte vornehmen, was den Leitzins in Richtung etwa 3,25 % bringen würde. UBS fügt hinzu, dass die anhaltende Inflation im Dienstleistungssektor und das immer noch hohe Lohnwachstum das Tempo der Lockerung verlangsamen könnten.

