Angesichts der bisher besseren Risikostimmung in dieser Woche hatte auch der Dollar einiges zu kämpfen. Das Schicksal der Währung scheint an die Ölpreise gebunden zu sein, was auch der Fall ist etwas an Traktion verlieren obwohl WTI-Rohöl über der 90-Dollar-Marke bleibt. Ebenso könnte der Dollar immer noch deutlich höher gehandelt werden als zu Beginn des Monats, aber beginnt die Dynamik nachzulassen?
Nun, die Dinge werden sicherlich hitziger, wenn wir später in den europäischen Handel einsteigen und diese beiden wichtigen Diagramme im Auge behalten sollten. Das erste ist EUR/USD, das diese Woche wieder über 1,1500 steigt:
EUR/USD-Stundendiagramm
Seit Beginn des Konflikts zwischen den USA und dem Iran ist das Währungspaar nicht wieder über seine beiden wichtigsten gleitenden Stundendurchschnitte zurückgekehrt. Die kurzfristige Dynamik wurde letzte Woche getestet, aber der gleitende 200-Stunden-Durchschnitt (blaue Linie) blieb stabil. Nun sehen wir, dass die Preisbewegung heute wieder auf das Schlüsselniveau zusteuert. Das liegt derzeit bei 1,1546.
Ein deutlicher Durchbruch darüber wird die kurzfristige Tendenz eher zu einem bullischen Trend verlagern. Das wird also ein wichtiger Stimmungsumschwung sein, den man im Auge behalten sollte, da wir auch sehen, dass die Aktien diese Woche weiter steigen und die Anleiherenditen sinken.
Als nächstes steht auch der USD/JPY vor einem ähnlichen Dilemma:
USD/JPY-Stundendiagramm
Das Währungspaar wird auch in Richtung seines gleitenden 200-Stunden-Durchschnitts (blaue Linie) gedrückt, der derzeit bei 158,66 liegt. Ähnlich wie bei EUR/USD oben wird ein deutlicher Durchbruch unter diesen Wert dazu führen, dass sich die kurzfristige Tendenz stattdessen eher bärisch verschiebt.
Mit anderen Worten: Dollarkäufer werden weiter an Schwung verlieren, da Verkäufer kurzfristig die Kontrolle übernehmen, nachdem sie dies wochenlang nicht getan haben. Im Fall von USD/JPY wurde es seit vier Wochen nicht unter seinen beiden wichtigsten gleitenden Stundendurchschnitten gehandelt. Das wird also einen wesentlichen Wandel in der Handelsstimmung bedeuten.
Aus heutiger Sicht bleibt der Nahostkonflikt das wichtigste Thema, auf das man achten sollte. Und das Schicksal des Dollars hängt stark davon und noch immer von der Entwicklung des Ölpreises ab. Aber im Moment scheinen die Händler nach einem gewissen Spielraum für verbesserten Marktoptimismus zu suchen. Ist diese Überzeugung und Voreingenommenheit jedoch fehl am Platz? Das bleibt abzuwarten.
Darüber hinaus müssen Devisenhändler und insbesondere der Dollar die Entscheidung der Fed im Laufe des heutigen Tages im Auge behalten. Denken Sie also daran, dies in Ihren Kalendern zu vermerken.

