Gold Der Preis (XAU/USD) weitet die Rallye während der frühen asiatischen Sitzung am Freitag auf etwa 4.950 $ aus. Das Edelmetall gewinnt an Dynamik, da geopolitische Risiken und Bedrohungen der Unabhängigkeit der US-Notenbank (Fed) die Nachfrage nach sicheren Häfen ankurbeln.
Das gelbe Metall dürfte ein neues Allzeithoch erreichen und ist auf dem Weg zu einem wöchentlichen Anstieg von mehr als 7 %. Nach den Spannungen in Venezuela, Iran und Grönland strömen Händler in Scharen zu traditionellen sicheren Häfen wie Gold.
Darüber hinaus warten Händler auf die Wahl des nächsten US-Präsidenten Donald Trump Gefüttert Vorsitzender wird Nachfolger von Jerome Powell. Ein gemäßigterer Vorsitzender würde die Wetten auf weitere Zinssenkungen in diesem Jahr erhöhen, was den Goldpreis stützen könnte. Niedrigere Zinssätze könnten die Opportunitätskosten des Goldbesitzes senken und so das renditestarke Edelmetall unterstützen.
Andererseits könnten Hoffnungen auf eine Lösung von Trumps Ambitionen für Grönland das Edelmetall belasten. Trump sagte, er werde von der Erhebung von Zöllen auf Waren aus europäischen Ländern zurücktreten, die sich seinen Bemühungen widersetzen, Grönland in Besitz zu nehmen. Er erklärte weiter, dass die USA und die Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) den Rahmen für ein künftiges Abkommen in Bezug auf Grönland festgelegt hätten.
„Gold macht vielleicht eine Pause, aber der Bullenmarkt ist sehr intakt – mit Zinssenkungserwartungen, anhaltenden geopolitischen Spannungen und starken Käufen durch die Zentralbanken bleibt das Risiko deutlich nach oben gerichtet“, sagte Ewa Manthey, Rohstoffstrategin bei ING Groep NV.
Gold-FAQs
Gold hat in der Geschichte der Menschheit eine Schlüsselrolle gespielt, da es häufig als Wertaufbewahrungsmittel und Tauschmittel genutzt wurde. Abgesehen von seinem Glanz und seiner Verwendung für Schmuck gilt das Edelmetall derzeit weithin als sicherer Hafen, was bedeutet, dass es in turbulenten Zeiten als gute Investition gilt. Gold gilt weithin auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen, da es nicht auf einen bestimmten Emittenten oder eine bestimmte Regierung angewiesen ist.
Zentralbanken sind die größten Goldbesitzer. In ihrem Ziel, ihre Währungen in turbulenten Zeiten zu stützen, neigen Zentralbanken dazu, ihre Reserven zu diversifizieren und Gold zu kaufen, um die wahrgenommene Stärke der Wirtschaft und der Währung zu verbessern. Hohe Goldreserven können eine Vertrauensquelle für die Zahlungsfähigkeit eines Landes sein. Laut Daten des World Gold Council haben die Zentralbanken ihre Reserven im Jahr 2022 um 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar erhöht. Dies ist der höchste jährliche Kauf seit Beginn der Aufzeichnungen. Zentralbanken aus Schwellenländern wie China, Indien und der Türkei erhöhen ihre Goldreserven rasch.
Gold weist eine umgekehrte Korrelation zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen auf, die sowohl wichtige Reserven als auch sichere Häfen darstellen. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis tendenziell, was es Anlegern und Zentralbanken ermöglicht, ihre Vermögenswerte in turbulenten Zeiten zu diversifizieren. Gold korreliert auch umgekehrt mit Risikoanlagen. Eine Rally am Aktienmarkt schwächt tendenziell den Goldpreis, während Ausverkäufe in risikoreicheren Märkten tendenziell das Edelmetall begünstigen.
Der Preis kann aufgrund einer Vielzahl von Faktoren schwanken. Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können aufgrund seines Status als sicherer Hafen schnell zu einer Eskalation des Goldpreises führen. Als ertragsloser Vermögenswert tendiert Gold dazu, bei niedrigeren Zinssätzen zu steigen, während höhere Geldkosten normalerweise das gelbe Metall belasten. Dennoch hängen die meisten Bewegungen davon ab, wie sich der US-Dollar (USD) verhält, wenn der Vermögenswert in Dollar (XAU/USD) bewertet wird. Ein starker Dollar tendiert dazu, den Goldpreis unter Kontrolle zu halten, während ein schwächerer Dollar den Goldpreis wahrscheinlich in die Höhe treiben wird.

