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Versicherungsgesellschaft Aviva (LSE: AUS) hat eine gemischte Bilanz, wenn es um Auszahlungen an die Aktionäre geht. Erst vor fünf Jahren wurde die Aviva-Dividende gekürzt. Aber das Unternehmen hat seine Ausschüttung pro Aktie in den letzten Jahren deutlich erhöht und die Rendite liegt nun bei 5,8 %.
Wenn also jemand heute 1.000 Aviva-Aktien kauft, welche Dividenden erhofft er sich dann im kommenden Jahrzehnt?
Beeindruckende Wachstumsaussichten
In den letzten Jahren ist die Aviva-Dividende pro Aktie stetig gestiegen. In diesem Jahr beispielsweise stieg die Zwischendividende je Aktie um 10 %.
Tatsächlich ist die Dividende jetzt höher als vor dieser Kürzung im Jahr 2020.
Eine jährliche Wachstumsrate der Dividende eines reifen Unternehmens von 10 % ist schwer aufrechtzuerhalten.
Das Unternehmen strebt jedoch eine weitere jährliche Steigerung der Ausschüttung pro Aktie an. Zur Veranschaulichung gehe ich im kommenden Jahrzehnt von einer jährlichen Wachstumsrate der Dividende pro Aktie von 5 % aus.
Sollte dies in einem Jahrzehnt der Fall sein, dürfte die Aviva-Dividende pro Aktie für das Gesamtjahr etwa 55 Pence betragen.
Ein Jahrzehnt voller Dividenden?
Im kommenden Jahrzehnt würde eine solche jährliche Wachstumsrate von 5 % bedeuten, dass eine einzelne Aviva-Aktie etwa 4,49 £ an Dividenden einbringt.
Jemand, der 1.000 Aktien besitzt, wäre also in der Reihe Verdienen Sie rund 4.490 £. Der Aktienkurs von Aviva liegt derzeit bei etwa 6,39 £, der Kauf von 1.000 Aktien würde also etwa 6.390 £ kosten.
Wie sieht es mit dem Aktienkurswachstum aus?
In den letzten fünf Jahren stieg der Kurs der Aviva-Aktie um 91 %. Allerdings ist die Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht unbedingt ein Hinweis darauf, was in der Zukunft passieren wird.
Avivas aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). von 29 erscheint mir teuer.
Allerdings hat das Unternehmen in den letzten Jahren auch seine Geschäftsleistung verbessert, sodass einige Anleger davon ausgehen können, dass die Erträge in den kommenden Jahren steigen könnten. In diesem Fall könnte die voraussichtliche Bewertung attraktiver sein, als das aktuelle KGV vermuten lässt.
Starkes Einkommenspotenzial
Natürlich könnte es auch weniger rosig ausgehen.
Diese Dividendenkürzung im Jahr 2020 ist eine Erinnerung daran, dass bei keinem Unternehmen garantiert werden kann, dass die Ausschüttungen dauerhaft anhalten, geschweige denn steigen.
In den letzten Jahren hat Aviva sein Geschäft rationalisiert, um sich stärker auf seinen Kernmarkt Großbritannien zu konzentrieren. Die Übernahme des Konkurrenten Direct Line ist ein Beispiel für die Umsetzung dieser Strategie.
Dieser Ansatz hat Aviva zu Größenvorteilen verholfen. Es ist bereits der größte Versicherer in Großbritannien und spielt daher seine Stärken aus.
Es birgt jedoch auch ein Risiko, da Aviva stärker als zuvor von seinem Heimatmarkt abhängig wird. Seine starke Position macht es zu einem attraktiven Ziel für Konkurrenten, die einen Teil seines Marktanteils erobern wollen. Wenn sie über den Preis konkurrieren, um Marktanteile zu gewinnen, könnte das die Rentabilität von Aviva beeinträchtigen.
Dennoch bleiben die Dividendenaussichten für Aviva gut. Obwohl ich nicht glaube, dass der Aktienkurs günstig ist, halte ich ihn angesichts der Geschäftsaussichten für angemessen und betrachte dies als eine Aktie, die Anleger in Betracht ziehen sollten.

