Im aktuellen Marktumfeld kann jeder Vermögenswert, der vom allgemeinen Ausverkauf abweicht, schnell einen impulsgetriebenen Wahnsinn auslösen, der Kapital anzieht und gleichzeitig das Risiko eines kurzlebigen Spekulationszyklus erhöht.
Von diesem Standpunkt aus gesehen, Hyperliquid [HYPE] fällt auf. Mit einem bisherigen Plus von rund 14 % im Jahr 2026 bleibt er einer der wenigen Altcoins, die eine grüne vierteljährliche Kerze aufweisen und sich damit deutlich gegen den breiteren Markttrend bewegen.
Allerdings erweist sich 30 US-Dollar als strenge Obergrenze. HYPE unternahm zwei gescheiterte Durchbruchsversuche und geriet damit in eine klassische Volatilitätsschleife, die je nach nächster Bewegung entweder in eine Bullen- oder Bärenfalle geraten könnte.
Bei näherer Betrachtung ergibt die Walaktivität ein interessantes Bild.
Die größte Kohorte scheint mit einer weiteren Ablehnung bei Widerstand zu rechnen und betrachtet die bisherige 14-prozentige Rallye von HYPE eher als einen kurzfristigen Anstieg denn als den Beginn eines anhaltenden Trends spekulative Wetten immer noch nach unten gerichtet.
Aus strategischer Sicht ist ihre Positionierung nach zwei gescheiterten Ausbruchsversuchen durchaus sinnvoll. Die Frage ist, ob Smart Money etwas erkennt, das der breitere Markt noch nicht eingepreist hat, oder ob es sich lediglich um eine vorsichtige Positionierung handelt.
So oder so könnte sich HYPE auf seinen nächsten großen Richtungswechsel vorbereiten.
HYPEs schmaler Grat zwischen Vertrauen und FOMO
Die technischen Daten von Hyperliquid sprechen für die bärischen Wetten der Wale.
Nach einem Rückgang von fast 12 % in den letzten zwei Wochen ist HYPE nach einem kurzen Anstieg über 38 US-Dollar auf die 28-Dollar-Marke zurückgefallen, was eine klassische Gewinnmitnahmewelle widerspiegelt, als sich die FOMO sowohl auf den Spot- als auch auf den Derivatemärkten abkühlte.
Das heißt, Analysten sehen das eher ein kurzfristiger Reset als ein Zusammenbruch der Fundamentaldaten. Aktivität in der Kette bleibt stark und das RWA-Engagement ist solide, wobei 31 % des Protokollvolumens aus Aktien und Rohstoffen stammen.
Kurz gesagt, der Altcoin bewegt sich auf der Grenze zwischen FOMO und Überzeugung.
Große Bewegungen von Walen unterstreichen dies: Arthur Hayes, Mitbegründer von BitMEX, gerade fügte einen weiteren HYPE von 1 Million hinzuwas seine Gesamtzahl auf 6,4 Millionen Token erhöht und das Wachstum noch weiter steigert institutionelle Akkumulation hinter dem Token.
Vor diesem Hintergrund erscheint es verfrüht, den jüngsten Rückgang von Hyperliquid als einen anhaltenden Zusammenbruch zu bezeichnen. Die On-Chain-Kennzahlen bleiben stark, die Fundamentaldaten sind solide und das Vertrauen der Anleger hat nicht nachgelassen.
All dies deutet darauf hin, dass sich ein lehrbuchmäßiger Short Squeeze anbahnt, der HYPE in die Lage versetzt, die 30-Dollar-Marke herauszufordern, während Bullen und Bären um die Kontrolle kämpfen. Die On-Chain-Daten schreien jedoch nach einer klassischen „Bärenfalle“.
Abschließende Zusammenfassung
- HYPE widersetzt sich dem Markttrend, da sich Wale für einen weiteren Test von 30 US-Dollar positionieren, aber frühere gescheiterte Ausbrüche deuten auf Volatilität und potenzielle Fallen hin.
- Die Aktivitäten und Fundamentaldaten in der Kette bleiben stark, was auf ein Short-Squeeze-Setup hindeutet.



