Die INTC-Aktie war in diesem Jahr bisher die beste Performance im S&P 500.
Nachdem die US-Regierung eine 10-prozentige Beteiligung an dem Unternehmen übernommen und die Subventionen erhöht hat, ist es zu einem Marktliebling geworden. Die Beteiligungsunterstützung im chinesischen Stil ist plötzlich ein Handelsthema, konnte den Gewinnbericht vom Donnerstag jedoch nicht überleben.
Die Aktien fielen um 14 %, nachdem Intel gemischte Ergebnisse für das vierte Quartal meldete und darüber hinaus eine schwächere Prognose als erwartet für das erste Quartal abgab. Das Unternehmen verdiente auf bereinigter Basis 15 Cent pro Aktie und übertraf damit laut LSEG-Daten die Konsensschätzung der Analysten von 8 Cent pro Aktie. Der Umsatz blieb jedoch mit 13,7 Milliarden US-Dollar hinter den Erwartungen zurück, verglichen mit der Schätzung der Street von 13,4 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen gab außerdem an, dass es im ersten Quartal nicht über das Angebot verfüge, das es für die saisonale Nachfrage benötige, was zu harten Gewinnmitnahmen geführt habe.
Die Aktien eröffneten bei 46,70 US-Dollar, nachdem sie im vorbörslichen Handel bis auf 46,51 US-Dollar gefallen waren. Dieser starke Rückgang bringt den INTC-Aktienmarkt nur auf den Stand vom 13. Januar, ein Zeichen dafür, wie stark er in diesem Jahr läuft.
INTC-Aktie täglich
Das Unternehmen wurde von der US-Regierung als nationale Fabrik für Chips ausgewählt, da die Staats- und Regierungschefs versuchen, die Abhängigkeit von in Taiwan hergestellter Ausrüstung zu verringern. Allerdings kämpft Intel seit einem Jahrzehnt mit der Umsetzung, und CEO Lip-Bu Tan gab eine glanzlose Prognose ab, in der er vor Produktionsproblemen warnte.
Die Analysten von JPMorgan haben ihr Ziel von 35 US-Dollar auf 30 US-Dollar angehoben, aber das liegt immer noch deutlich unter dem Zielwert.
„Die Ergebnisse waren besser als erwartet, aber die Prognosen blieben weit hinter den Erwartungen zurück – beides ist in erster Linie eine Folge der steigenden Server-CPU-Nachfrage, die in unterschiedlichem Maße durch Intels Unfähigkeit, diese Nachfrage aufgrund mangelnder verfügbarer interner Wafer-Kapazität vollständig zu bedienen, ausgeglichen wird“, sagten die Analysten von JPM.
Weitere vorbörsliche Maßnahmen:
- Die Aktien von Capital One gaben um etwa 2 % nach, nachdem die Bank einen 5,15-Milliarden-Dollar-Deal zur Übernahme des Fintech-Unternehmens Brex bekannt gab, ein Schritt, der ihrer Aussage nach ihre Präsenz im Geschäftszahlungsverkehr stärken würde.
- Die Spotify-Aktien stiegen um etwa 2 %, nachdem ein Analyst von Goldman Sachs die Aktie von „Neutral“ auf „Kauf“ heraufgestuft hatte.
- Die Aktien von Novo Nordisk legten nach starken wöchentlichen Verschreibungsdaten für ihr neues orales Medikament zur Gewichtsabnahme um rund 2 % zu.

