Märkte:
- WTI-Rohöl stieg um 2,23 $ auf 97,96 $
- Gold fiel um 53 $ auf 5025 $
- 10-Jahres-Rendite in den USA stagniert bei 4,28 %
- S&P 500 fiel um 48 Punkte auf 6625
- Bitcoin steigt um 1,3 %
- USD führt, NZD hinkt hinterher
Zumindest kurzfristig hatte man heute das Gefühl, dass die Kriegstauben das Handtuch werfen würden. Die Nachricht, dass die USA eine Marine-Expeditionseinheit entsenden, die erst in 12 bis 16 Tagen eintreffen wird, verlängert den Zeitrahmen bis zum Monatsende und den von Trump angekündigten vollen 4 bis 5 Wochen.
Es besteht das Gefühl, dass der Iran nicht bereit ist, den Krieg zu beenden, selbst wenn Trump dies wünscht, und das bedeutet, dass es zu einem Kampf um die Kontrolle der Straße von Hormus oder zu anhaltenden Marineeskorten kommen könnte. Wenn dies der Fall ist, wird es einen langen Frühling geben und die Ölpreise werden hoch bleiben.
Das haben wir heute gesehen, als der Rohölpreis in Asien auf 92 $ fiel, dann aber bis auf 99,32 $ stieg und in der Nähe der Tageshöchststände endete. Gleichzeitig verzeichneten US-Aktien zu Beginn einen Anstieg von 50 Punkten, der sich im Zuge der weiteren Risikoreduzierung in einen Verlust von 45 Punkten verwandelte.
Der Devisenmarkt nahm die Kämpfe gelassen hin, verlagert sich jedoch zunehmend auf den Dollar. Das hat den Euro nach einem Durchbruch von 1,1500 und einem weiteren Abwärtstrend auf den tiefsten Stand seit Juli gedrückt.
Der australische Dollar war bisher immun gegen den Kriegshandel, doch am Freitag brach er ein und fiel um 83 Pips auf 0,6995.
Der kanadische Dollar dürfte von den höheren Ölpreisen profitieren, aber nach einem schlechten Arbeitsmarktbericht – dem zweiten in Folge und der schlechtesten Schlagzeile seit 2022 – kommen neue Sorgen um die heimische Wirtschaft auf. Selbst wenn der Ölpreis in einem Monat um 40 US-Dollar gestiegen ist, liegt der USD/CAD unverändert bei 1,3729.
Ein Großteil der letzten Handelsstunden bestand aus Spekulationen darüber, was am Wochenende passieren könnte. Es gibt eine riesige Bandbreite an Möglichkeiten, von Frieden bis hin zu versunkenen US-Schiffen, und das wird für eine weitere intensive Eröffnung am Sonntagabend sorgen. Bis dahin ein schönes Wochenende.

