Zusammenfassung
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Der JPY schnitt besser ab, was auf erneute Warnungen vor Deviseninterventionen und die Meldung von Reuters zurückzuführen war, dass einige Entscheidungsträger der BoJ angesichts des bevorstehenden Aprils Spielraum für eine frühere Zinserhöhung sehen
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Der NZD stieg leicht an, nachdem ein starker PMI für das verarbeitende Gewerbe und eine weitere Abschwächung der Lebensmittelpreise die kurzfristigen Wachstums- und Inflationsaussichten stützten
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Das Risiko der US-Handelspolitik tauchte erneut auf, als das Weiße Haus darauf hinwies, dass die Zölle auf KI-Chips nur eine Maßnahme der „Phase eins“ seien
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Die EZB signalisierte Zinsstabilität, warnte jedoch davor, dass die politischen Risiken der Fed auf die globalen Märkte übergreifen könnten
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Die Geopolitik kühlte sich leicht ab, der Iran signalisierte Zurückhaltung; Der Ölpreis stieg, aber die Nachfrage nach sicheren Häfen ließ nach, was sich auf Gold auswirkte
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China hat den Hochfrequenzhandel eingeschränkt und Latenzvorteile verringert, indem es Server aus den Rechenzentren der Börsen verdrängte
Der Yen war der herausragende Impulsgeber und stieg, nachdem der japanische Finanzminister sagte, dass Deviseninterventionen im Rahmen des amerikanisch-japanischen Rahmens weiterhin eine Option seien und dass keine Maßnahmen, einschließlich gemeinsamer Maßnahmen, ausgeschlossen seien. Die Warnung vor übermäßigen oder ungeordneten Bewegungen hatte unmittelbare Auswirkungen auf den Markt. Der Schritt gewann noch mehr an Dynamik, nachdem ein Reuters-Bericht besagte, dass einige politische Entscheidungsträger der Bank of Japan Spielraum für eine frühere Anhebung der Zinssätze als von den Märkten erwartet sehen, wobei sich der April als reale Möglichkeit abzeichnet, wenn die durch den schwachen Yen bedingten Inflationsrisiken weiter zunehmen. Der Bericht unterstreicht die wachsende interne Besorgnis darüber, dass die Abwertung des Yen zu einer stärkeren Preisweitergabe führen könnte, was die Annahme der BOJ, dass der Kostendruck reibungslos nachlassen wird, erschwert. Die Yen-Kreuze fielen, wobei der USD/JPY kurzzeitig unter 158,00 abrutschte, bevor er wieder auf die Beine kam.
Allerdings wurde die Underperformance des Yen zu Beginn dieses Monats durch politische Dynamiken verschärft, wobei erwartet wurde, dass ein Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi ihr ein starkes Mandat für eine expansive Finanzpolitik geben würde, ein Faktor, der trotz zunehmender Interventionsrhetorik den strukturellen Druck auf die Währung aufrechterhält. Eine nachhaltige Erholung des Yen ist in diesem Umfeld schwer vorstellbar.
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Zu Beginn der Sitzung:
In Neuseeland blieb der Datenfluss unterstützend. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sprang im Dezember auf 56,1, der stärkste Wert seit 2021, wobei alle Teilindizes expandierten und der Auftragseingang den größten Anstieg verzeichnete. Die BNZ wies auf ein Aufwärtsrisiko für das BIP im vierten Quartal und eine solide Dynamik bis Anfang 2026 hin. Darauf folgte ein schwächerer Lebensmittelpreisindex, der im Dezember um 0,3 % gegenüber dem Vormonat fiel, nachdem er im November um -0,4 % gestiegen war. Während die Lebensmittelpreise im Jahresvergleich weiterhin um 4 % steigen, sind die sequenziellen Rückgänge ein ermutigendes Signal für die Reserve Bank of New Zealand und helfen dem Kiwi, während der Sitzung leicht zu steigen.
In den Vereinigten Staaten rückte die handelspolitische Unsicherheit wieder in den Vordergrund. Nachdem Anfang dieser Woche ein 25-prozentiger Zoll auf eine begrenzte Anzahl fortschrittlicher KI-Chips erhoben worden war, sagte ein Beamter des Weißen Hauses, die Maßnahmen sollten als „Phase-1“-Maßnahme betrachtet werden, wobei weitere Ankündigungen je nach Verhandlungen mit ausländischen Regierungen und Unternehmen möglich seien.
In Europa bekräftigte EZB-Chefökonom Philip Lane, dass es keine kurzfristige Zinsdebatte gebe, wenn die Basisaussichten Bestand hätten, warnte jedoch davor, dass Schocks, die ihren Ursprung in den USA hätten – einschließlich etwaiger Abweichungen der Federal Reserve von ihrem Mandat – die globalen Finanzbedingungen destabilisieren und eine Neubewertung in Europa erzwingen könnten.
An der geopolitischen Front wurden Berichte über die Verlegung eines US-Flugzeugträgers in den Nahen Osten weitgehend als veraltet angesehen, nachdem sie Anfang der Woche im Umlauf waren. Irans stellvertretender UN-Gesandter sagte, Teheran strebe weder eine Eskalation noch eine Konfrontation an, warnte jedoch davor, dass jede Aggression eine starke und rechtmäßige Reaktion nach sich ziehen würde. Öl eröffnete ein paar Cent höher, während Gold abrutschte, da die nachlassende geopolitische Spannung die Nachfrage nach sicheren Häfen verringerte.
Schließlich hat China den Hochfrequenzhandel eingeschränkt und Server aus den Börsenrechenzentren in Shanghai und Guangzhou verdrängt – ein Schritt, der die Latenzvorteile sowohl für inländische als auch für globale Handelsunternehmen verringern wird.
Asien-Pazifik-Aktien:
- Japan (Nikkei 225) -0,05 %
- Hongkong (Hang Seng) -0,27 %
- Shanghai Composite -0,22 %
- Australien (S&P/ASX 200) +0,42 %
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Ich wünsche Ihnen ein tolles Wochenende und wir sehen uns alle am Montag, wenn die wichtigen China-Daten auf der Tagesordnung stehen!

